Werte werden nach unten korrigiert

Die märkischen Enervie-Anteilseigner Lüdenscheid, Altena und Meinerzhagen sehen sich angesichts der aktuellen Entwicklungen gezwungen, ihre Anteile an dem Energiekonzern neu zu bewerten. Die drei Kommunen überarbeiten den in ihren Büchern angesetzten Wert der von ihnen gehaltenen Anteile deshalb nach unten. So haben die Stadtwerke Altena im Rahmen einer Sonderabschreibung den Wert des bei dem Unternehmen liegenden Aktienpakets um 2,5 Millionen Euro nach unten korrigiert. Das entspricht einem Rückgang von 15 Prozent.

Auch die Stadt Meinerzhagen reagiert auf die Probleme bei Enervie. Zwar ist der Anteil der Stadt mit 0,64 Prozent des Aktienpakets eher klein, Kämmerer Jens Groll sah sich aber trotzdem dazu gezwungen, eine Wertberichtigung von minus 30 Prozent vorzunehmen. Noch düsterer fällt die Einschätzung der Stadt Lüdenscheid aus. Der dortige Kämmerer plant, den Wert der Enervie-Anteile in der Jahresrechnung 2014 um 40 Prozent zu reduzieren. Damit verringert sich das städtische Vermögen um 28 Millionen Euro.

Prozess noch nicht abgeschlossen

In Hagen, wo das Aktienpaket von der Hagener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft gehalten wird, sind entsprechende Schritte ebenfalls schon eingefädelt worden. So hat die HVG im Bilanzjahr 2014 bereits Teilabschreibungen vorgenommen. Mit welchen abschließenden Buchwerten die Enervie in Zukunft geführt wird, steht allerdings noch nicht fest.