Wer rettet „Buttje“?

Na, schon bemerkt? „Buttje“ ist seit ein paar Tagen mal wieder in den Fluten der Volme abgetaucht. Der anthrazitfarbene Fisch im Schatten der Volmebrücke an der Badstraße war schon wiederholt auf Abwegen. Mal war es die massive Strömung des Flusses, die ihm die Flossen unter den Gräten wegriss. Mal traf den genügsamen Gesellen eine Eisscholle zwischen den Kiemen und führte zu einem kapitalen Knock-out. Die Folge waren zum Teil mühselige, aber auch spektakuläre Bergungseinsätze, um „Buttje“ vor dem endgültigen Ertrinkungstod zu retten. Zuletzt wurde sogar ein Bagger im Flussbett abgesetzt, um für das stilisierte Schwimmtier einen fünf Tonnen schweren Steinblock als Fundament zu platzieren.


Mit einem Spezialkleber aus der Manufaktur eines örtlichen Steinmetzes wurde die Skulptur aus den Händen des Smolensker Künstlers Peter Fishman (der Name ist echt!) auf einem Edelstahl-Dorn fixiert. Besser als Nasa-Kleister – hält für die Ewigkeit, hieß es damals. Vier Jahre später ist „Buttje“ wieder weg und die Stadt erneut ein Stückchen schlauer. Für eine weitere Rettungsaktion dürfte der auf Kante genähte Kulturetat kaum noch Luft haben.


Also müssen wieder einmal Gönner her, um die 300 Kilo schwere Kunst aus hoch verdichtetem und poliertem Granit zu bergen. Oder – das würde zu Hagen passen – wir leisten uns gleich ein „Buttje“-Museum: Dieser Fisch stinkt auch nicht.