Weltstar auf der Werkhof-Bühne

Ray Wilson bot im Werkhof eine überzeugende Vorstellung
Ray Wilson bot im Werkhof eine überzeugende Vorstellung
Foto: WP

Hohenlimburg..  Monatelang wurde sein Auftritt im Werkhof-Kulturzentrum angepriesen. Verkauft, als der Höhepunkt des Jahres: Ray Wilson mit „Genesis Classic”. Doch würde ein solches Projekt angesichts der bislang eher mauen Besucherzahlen im Werkhof überhaupt angenommen?

Die Antwort am Samstagabend war eindeutig. Im bestuhlten Saal, nicht in der Katakombe, spielte Ray Wilson vor beinahe ausverkauftem Haus. Mehr als eine Stunde dauerte allein der Soundcheck. Und das sollte sich lohnen.

Sven Seifer aus Hagen, Frontmann von „Fernsucht“, konnte sein Glück kaum fassen. Gemeinsam mit seiner Band eröffnete er den musikalischen Abend und betonte, wie unfassbar stolz er sei, den Support-Act für einen solchen Künstler spielen zu dürfen.

Wilson ließ seine Fans nach dem halbstündigen Fernsucht-Gig nicht lange warten. Kurz vor neun hieß es „Showtime“!

Kein Intro, keine große Ankündigung. Stecker rein und los. Die Zuschauer waren noch gar nicht auf ihren Plätzen angelangt, da wurden sie bereits von einer musikalischen Wand erschlagen, wie man es im Werkhof nur ganz selten erfährt. Was folgte waren Handyaufnahmen, Tonmitschnitte und etliche Fotos.

Nach der ersten Euphorie konnte man die Musik Wilsons und seiner sechs Mitmusiker in vollen Zügen genießen.

Besondere Leidenschaft

Zwei Violinen, ein Saxophon, Keyboard, Schlagzeug, und zwei Gitarren brachten den unverwechselbaren Genesis-Sound auf die Bühne, der bei den Fans für Gänsehaut sorgte. Dabei waren es längst nicht nur Songs der Band Genesis, sondern auch viele eigene Kompositionen von Ray Wilson, die für schiere Begeisterungsstürme sorgten.

Wenngleich seine Karriere bei Genesis denkbar kurz war und auch das letzte Album (Calling All Stations), welches er mit der Band aufnahm, eher als „durchschnittlich“ galt, so besitzt Wilson eine ihm ganz eigene Leidenschaft zur Musik, die er am Samstagabend ins Publikum transportierte.

Im Anschluss an sein fulminantes Konzert, das jeden Cent des 32 Euro teuren Eintritts wert war, blieb er zur Autogrammstunde und versüßte seinen Fans den Abend mit handsignierten CD’s.