Weltcup-"Hasen" aus Hagen zum 15. Mal in Willingen an der Schanze

Alte "Hasen" beim Weltcup-Skispringen in Willingen (v.l.): Mary Voß, Martina Voß, Eva Mohr, Nadine Köthemann und Carola Köthemann.
Alte "Hasen" beim Weltcup-Skispringen in Willingen (v.l.): Mary Voß, Martina Voß, Eva Mohr, Nadine Köthemann und Carola Köthemann.
Foto: Hartwig Sellmann/Funke-Digital
Wenn in Willingen die Skispringer über den Schanzentisch fliegen, dann sind sie immer dabei: Mutter Mary und Tochter Martina Voss aus Hagen. Seit 15 Jahren ist das schon Tradition. Erneut haben die beiden ein fröhliches Wochenende am Rande des Sauerlandes verbracht, zusammen mit ihren Freundinnen.

Hagen.. „Wer einmal in Willingen war, der kommt immer wieder“, sagen die Stammgäste übereinstimmend. „Die Musik, die Party, die Leute, das Springen – alles ist wunderbar.“ Der Weltcup hat Kultstatus. Echte Fans genießen das volle Programm und bleiben mindestens zwei Tage.

Ferienwohnung in Usseln

Die Hagener Frauengruppe macht es sich jedes Jahr in einer Ferienwohnung gemütlich. Von Usseln aus zieht sie weiter ins Skistadion und abends geht’s natürlich immer noch auf einen Kneipenbummel durch Willingen. „Es soll ja Spaß machen“, meint Mutter Voss.

Beim Springen am Samstag mussten die schwarz-rot-goldenen Weltcup-„Hasen“ aus Hagen zwar fröstelnd im Schneeregen ausharren, doch das störte die lustige Truppe nicht. „Wir nehmen das Wetter so wie es ist. Es gab Jahre, da war es eisig kalt. Aber bei der genialen Atmosphäre in Willingen wird einem immer warm ums Herz.“

Und wenn es sogar noch eine Überraschung gibt wie in diesem Jahr der berührende Rücktritt von Skisprung-Legende Martin Schmitt, dann steigen die Glücksgefühle. „Vor 15 Jahren habe ich ihn das erste Mal in Willingen getroffen. Seitdem bin ich sein Fan. Toll, dass ich ihn nun auf Wiedersehen sagen durfte. Damit habe ich nicht gerechnet“, strahlte Martina Voss nach der emotionalen Abschiedsparty.

Platz 2 von Freund sorgt für unvergessenes Wochenende

Später folgte beim Einzelspringen noch der zweite Platz von DSV-Adler Severin Freund vor 15 455 Zuschauern. Die Stimmung schwappte über. Das war die Krönung eines unvergessenen Weltcup-Wochenendes für Mutter und Tochter Voss.

Damen drücken Daumen für Sotschi

Nun drücken sie den deutschen Skispringern für Sotschi die Daumen. Welche Chancen haben Freund und Co. ihrer Meinung nach bei Olympia? „Ich hoffe, dass sie die guten Leistungen aus diesem Winter umsetzen können und vielleicht jemand von unseren Jungs eine Medaille gewinnt.

16. Tour nach Willingen schon geplant

Im Teamspringen haben sie große Chancen“, glaubt Martin Voss. Das beste Pflaster für den DSV aber ist und bleibt Willingen. Skispringer und Fans lieben die Weltcup-Stätte gleichermaßen. Die Damen aus Hagen wollen auf jeden Fall auch 2015 im Strycktal dabei sein, wenn es wieder rund geht an der Mühlenkopfschanze. Ihre 16. Tour ist jetzt schon gebucht!