Weiter nur eine Bewerberin für Jobcenter-Geschäftsführung

Aktuell ist Eva-Maria Kaus-Köster noch die kommissarische Geschäftsführerin des Hagener Jobcenters.
Aktuell ist Eva-Maria Kaus-Köster noch die kommissarische Geschäftsführerin des Hagener Jobcenters.
Foto: WP Michael Kleinrensing
Was wir bereits wissen
Nach der Abberufung von Jobcenter-Geschäftsführerin Eva-Maria Kaus-Köster ist die Bewerbungsfrist für ihre Nachfolge abgelaufen. Es gibt nur eine Bewerberin auf die Stelle.

Hagen.. Nach Ablauf der Bewerbungsfrist liegt für den vakanten Posten der Jobcenter-Geschäftsführung nur eine Bewerbung vor. Nach einem zuvor intransparenten Auswahlverfahren und öffentlichem Druck hatte die Verwaltung die Stelle doch noch öffentlich ausschreiben müssen. Um welchen Bewerber es sich handelt, erklärt die Verwaltung nicht. Nach Informationen unserer Zeitung soll es aber die Datenschutzbeauftragte Christina Borrmann sein.

Die noch kommissarisch tätige Geschäftsführerin Eva-Maria Kaus-Köster war wegen angeblich nicht erreichter Zielvereinbarungen und eines emotionalen Briefes an OB Schulz und alle Mitarbeiter des Jobcenters bei der Verwaltungsspitze in Ungnade gefallen. Darin hatte sich Kaus-Köster für eine Realisierung der Sicherungsmaßnahmen im Jobcenter stark gemacht, aber aus Sicht der Verwaltung auch den Eindruck erweckt, dass ein Anschlag wie in einem Jobcenter in Rothenburg bei der baulichen Situation in Hagen nicht ausgeschlossen werden könne. Die Verantwortung dafür läge bei OB Schulz und der Stadt. Für die Verwaltungsspitze hatte sie damit beamtenrechtlich über die Stränge geschlagen. Sie wurde abberufen.

Dringlichkeitsantrag eingebracht

Kritik hatte es zuvor gegeben, weil mit Christina Borrmann, die bislang keine Führungserfahrung hat, ohne Beteiligung der Öffentlichkeit eine Kandidatin auserkoren wurde. Zudem ist sie die Lebensgefährtin des städtischen Personalchefs, der am Verfahren beteiligt war. Das ist in dem neu aufgerollten Verfahren nicht der Fall, zudem gab es nun die öffentliche Ausschreibung.

Weil die Findungskommission aber nicht – wie angedacht – verschiedene Bewerber bewerten kann, hatte die SPD-Fraktion einen Dringlichkeitsantrag eingebracht. Ziel: Durch persönliche Ansprache weiterer Verwaltungsmitarbeiter solle die Bewerber-Zahl erhöht werden. Die Jobcenter-Beteiligungskommission (Stadt und Agentur für Arbeit) hatte diesen Antrag abgelehnt. Am Freitag wird sich Borrmann nun der Findungskommission präsentieren.