Weite Wege für den guten Zweck
13.03.2011 | 16:36 Uhr 2011-03-13T16:36:00+0100
Breckerfeld.(OE) Zur 22. Aktion „Wandern für die Andern“ des ökumenischen Arbeitskreises Dritte Welt machten sich am Sonntag 260 Wanderer auf die Rundstrecken vom Schulzentrum über Epscheid in Richtung Krägeloher Forst und den Bereich Nieder- und Oberfeldhausen auf den Weg, um Geld für ein Projekt von „Brot für die Welt“ in Mexiko zu erwandern.
Erich Korntheuer, in diesem Jahr Organisator der Aktion: „Unsere Unterstützer handeln nach dem Motto: Viele kleine Beträge ergeben eine große Summe für den guten Zweck.“
Die Teilnehmer hatten im Vorfeld Spendenzusagen von Freunden und Bekannten auf eine Liste eintragen lassen, die sie pro Kilometer Wanderstrecke zahlen, die der Wanderer in Breckerfeld zurücklegt. Am Start und Ziel in der Pausenhalle des Schulzentrums wurden die Spendenlisten bei den Helfern vorgelegt und die Beträge meist bar eingezahlt bzw. die spätere Überweisung zugesichert.
„Mais ist nicht gleich Mais“
Erich Korntheuer konnte am Start Bürgermeister Klaus Baumann und seine Stellvertreter Horst Hoffmann und Peter Breer ebenso begrüßen wie den Bundestagsabgeordneten René Röspel. Er erläuterte kurz das Projekt „Mais ist nicht gleich Mais“, mit dem das Projekt Brot für die Welt Bauern im mexikanischen Bundesstaat Tlaxcala unterstützt, die sich für die Erhaltung ihrer alten Maissorten einsetzen – und zwar gegen die Versuche, diese durch genverändertes Saatgut zu ersetzen.
Erich Korntheuer dankte den vielen Helfern aus dem DRK-Ortsverein Breckerfeld, den Wanderfreunden und sonstigen Freiwilligen: „Wir vom Arbeitskreis Dritte Welt könnten ,Wandern für die Andern’ allein nicht durchführen.“
Frühlingslieder vom Posaunenchor
Nachdem der evangelische Posaunenchor Breckerfeld die Teilnehmer mit Frühlingsliedern begrüßt hatte, schickte Bürgermeister Klaus Baumann nach einer Gedächtnisminute für die Opfer der Erdbebenkatastrophe in Japan die Wanderer auf ihre Wegstrecke. In seinem Grußwort erinnerte er daran, dass auch die heimischen Landwirte sich gegen die Verwendung gentechnisch veränderter Produkte für ihre Höfe ausgesprochen haben.
Ganze Familien, große Gruppen und Einzelwanderer, einzelne begleitet von ihren Hunden, genossen auf ihrem Weg das gute Wetter, die schöne Landschaft und an einigen Stellen die weite Fernsicht bis hin zur Nordhelle im Ebbe-Gebirge. Kontrollstellen gab es nahe Reckhammer, am Zugang zum Krägeloher Forst hinter Schemm, nahe Zurstraße am Abzweig zur Ortschaft Baunscheid und nahe der Ortschaft Brockland. An den Kontrollstellen gab es heißen Tee oder Mineralwasser. Am Ziel gab es Getränke und einen kleinen Imbiss gegen einen geringen Obolus, der der Aktion zu gute kam.
Am Abend zog der Arbeitskreis Dritte Welt Bilanz. Margarete Janßen: „Es kamen 9000 Euro zusammen.“ In den 22 Aktionen „ Wandern für die Andern“ konnten somit insgesamt 215 260 Euro für Projekte in der Dritte Welt zu Verfügung gestellt werden.
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