Von der kleinen Schilderbude zum Dienstleister

Seit 50 Jahren sitzt Schilder von der Heyden an der Körnerstraße. Hier ein historisches Foto.
Seit 50 Jahren sitzt Schilder von der Heyden an der Körnerstraße. Hier ein historisches Foto.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Das Hagener Familienunternehmen Schilder von der Heyden feiert am heutige Samstag Jubiläum.

Hagen.. Das Produkt an sich hat sich nicht viel verändert. Kfz-Kennzeichen waren schon immer aus Aluminium, die Größe war schon ­immer genormt. Gut, seit den 80er-Jahren müssen die Schilder reflektieren und seit 1995 das Euro-Em­blem enthalten. Aber sonst? „Schild ist Schild“, sagt Manfred von der Heyden. Allerdings hätte sich auf dem Dienstleistungs- und Service-Sektor enorm viel getan. „Heute fahren unsere Mitarbeiter zum Beispiel zu den Autohäusern, holen die erforderlichen Papiere ab und erledigen dann sämtliche Behördengänge.“


Heute auf den Tag genau vor 50 Jahren stieg von der Heyden in die Kfz-Herstellung ein. „Mein Bruder Dieter erweiterte seine Tankstelle auf unserem elterlichen Grundstück in der Heidenstraße um eine Prägerei für Autoschilder. Das Geschäft hieß ,Hagener Nummernschild-Zentrale’“, blickt Manfred von der Heyden zurück. Und im Laufe der Jahrzehnte mutierte die kleine Schilderbude zu einem ­eta­blierten Dienstleister mit heute 45 Mitarbeitern an zehn Standorten sowie einer Verwaltung.

"Wir sind bundesweit tätig"

„Ja, wir sind bundesweit tätig, unsere Filialen befinden sich nicht nur in Hohenlimburg, Iserlohn und Lüdenscheid, sondern u.a. auch in Emmendingen im Schwarzwald.“

Das Kfz-Kennzeichen war vor 50 Jahren das einzige von-der-Heyden-Produkt. „Heute stellen wir auch Zubehör, zum Beispiel Befestigungssätze für Autoschilder, selbst her, doch unser Kerngeschäft bleiben Schilder“, betont der Hauptgeschäftsführer. Wen wundert’s, denn während 1965 in Deutschland an die 1,5 Millionen Kraftfahrzeuge zugelassen wurden, sind es heute jährlich mehr als dreimal so viele.

Verkaufsstelle in Hohenlimburg

Die Verwaltung von Schilder von der Heyden – dort sind fünf Mitarbeiter beschäftigt – befindet sich in der Körnerstraße 82, den meisten Hagenern dürfte allerdings die Verkaufsstelle in Hohenlimburg im Schatten des Straßenverkehrsamtes ein Begriff sein. „Dort haben wir uns 1980 niedergelassen“, berichtet der 70-Jährige.

Daran, dass in Hagen alle Fäden zusammenlaufen, werde sich in den kommenden Jahren nichts ändern, versichert der Chef. „Warum auch? Wir sind schließlich ein klassisches Familienunternehmen und fühlen uns hier wohl.“