Vom Kopfkissen bis zu abgefahrenen Reifen

Breckerfeld..  Am Samstag rückten Mitglieder der CDU-Ortsunion Breckerfeld, unterstützt von Breckerfelder Bürgerinnen und Bürgern, zur fünften Aktion „Frühjahrsputz“ aus. Ausgestattet mit Arbeitshandschuhen, Müllzangen und „Blauen Säcken“ machten sie sich in fünf Gruppen auf den Weg in einige Wohnbereiche (Innenstadt, Westerfeld, Busbahnhof, Sylbach, Zurstraße, auf öffentliche Plätze und an in den letzten Jahren schon aufgefallene „Dreckecken“ im Außenbereich.

Ortsunionsvorsitzende Ulrike Borowski konnte dazu auch die heimische Bundestagsabgeordnete Cemile Giousouf begrüßen, die mehr als zwei Stunden beim Sammeln von Breckerfelder Müll half. Ulrike Borowski: „Nach gut zwei Stunden sammelte Martin Gensler die an verabredeten Punkten abgestellten Müllsäcke und größeren Einzelfunde mit seinem Firmen-Kleinlaster ein.“ Die gesamte Ladefläche war am Ende der Rundreise bis zur Höhe der Bracken gefüllt. Martin Genslers ironischer Kommentar: „Ich hatte richtige Glücksgefühle dabei.“ Gemeinsam mit Helfern lud er den Müll in einen bereitgestellten Container am städtischen Bauhof.

Intaktes Geschirr entsorgt

Eines berichteten alle Sammler aus den Grünanlagen der Wohnbereiche: „In Massen mussten wir Plastikbeutel mit Hundekot aus den Büschen sammeln, die meist sogar zugeknotet waren.“ Groß sei auch die Zahl von kleinen Schnapsflaschen gewesen. Im Bereich Westerfeld fand man einen Abfallbehälter, den ein an den Hundehaltern verzweifelnder Anlieger aufgestellt hatte. Thomas Lay: „Der Eimer mit Deckel trug die Aufschrift: Werfen sie ruhig ihren sorgfältig verknoteten Hundekotbeutel in diesen Eimer.“ Jede Menge Papiertücher, Plastiktüten und kurioser anderer Müll wie ein vollständiges Kopfkissen, eine Fernsehschüssel, ja sogar noch heiles Geschirr fand sich in den Grünanlagen. Eine Bürgerin aus dem Bereich des Hanserings, die beim Sammeln im Bereich Sylbach half, stellte am Ende der Aktion fest: „Man kann nur mit dem Kopf schütteln, dass einige Mitbürger das Umfeld ihrer eigenen Wohngebiete als Müllkippe missbrauchen.“

Klaus Kötting, Peter Weinbach, André Dahlhaus und Dietmar Vesper fuhren in die Außenbereiche. An einem der schönsten Aussichtspunkte in der freien Landschaft nahe Langscheid sammelten sie rund um die aufgestellte Ruhebank säckeweise Verpackungen von Mahlzeiten aus Imbissstuben, Flaschen, Dosen und zerbrochene Gläser auf. Am Wanderparkplatz für den Krägeloher Forst „Am Brockland“ und am unbefestigten Parkplatz an der Landstraße L528 nahe der Abzweigung nach Krägeloh hatten Müllfrevler ihre Hinterlassenschaften sogar in den nahen Wald in Säcken hineingetragen.

Ordnungsamt informiert

Am Rande des Platzes an der Waldbauerstraße gegenüber der Zufahrt zur Homborner Werkstatt für Menschen mit Behinderungen sah es ähnlich aus.

Andre Dahlhaus musste dort einen abgefahrenen breiten „Slick-Reifen“ aus den Büschen holen. Da sie an einigen Stellen große Müllablagerungen (u. a. Reste eines langen hölzernen Gartenzauns) fanden, die nicht in ihre Müllsäcke passten, wird dort in dieser Woche das Ordnungsamt nach den Verursachern suchen.