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Wassersport und Camping

Vom Ackerland zur Freizeitoase

18.05.2012 | 23:00 Uhr
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Vom Ackerland zur Freizeitoase
Die Vorsitzenden Karlheinz Adrian (r.) und Stefan Sander am Leuchtturm am See.

Hagen. „Guten Morgen. Wie geht’s.“ „Hallo ihr beiden!“ Beim Gang mit dem Vereinsvorsitzenden Karlheinz Adrian und seinem Stellvertreter Stefan Sander über „ihren“ Campingplatz am Harkortsee werden freundliche Begrüßungen ausgetauscht. Einige Wohnwagenbewohner sind schon bei der Gartenarbeit, andere lassen den Tag auf der Terrasse oder im Vorgarten gemächlicher angehen.

So wie Margit Fahl und ihre Freundin Barbara Bruckner. Natürlich sind die beiden Damen neugierig geworden, als der Vorstand vor ihrer Parzelle entlangschreitet und mit uns über vergangene Camperzeiten aber auch über Zukunftsprobleme plaudert. 40 Jahre gibt es im kommenden Monat den Wassersport- und Campingverein Hagen e.V. an diesem wunderschönen Ort. „So sah es hier nicht immer aus. In den Jahren haben wir es uns hier richtig schön gemacht“, greift Margit Fahl fröhlich ins Gespräch ein. Denn die Wittenerin war mit ihrem Mann eine der ersten, die damals nicht den Wohnwagen, sondern noch ein Zelt auf dem Acker von Bauer Rüsing aufstellten.

Aller Anfang ist schwer

„Ich weiß das noch wie heute. Die Bäuerin hat gefragt, wie groß die Parzelle denn sein soll und ist ein Stück abgeschritten. Dann wurden ein paar Pinne in die Erde gerammt und die Kinder haben angefangen, die Steine aufzusammeln.“ Zu dieser Zeit, darüber ist man sich am Gartenzaun vor dem idyllischen Goldfischteich von Margit Fahl schnell einig, herrschte noch echte Camperidylle. Es gab kein fließend Wasser, keinen Strom und auch keinen Kanalanschluss. „Was haben wir hier Wasser angeschleppt. Die Kanister im Auto waren oft so schwer, dass auf den holprigen Wegen die Stoßdämpfer versagten“, erinnert sich Margit Fahl.

„Wer Licht haben wollte, der musste Gaslaternen aufstellen oder es wurden Lkw-Batterien angeklemmt. Die waren aber immer viel zu schnell wieder leer“, weiß Karlheinz Adrian. Was die Camper aber auch damals nicht von nächtlichen Feiern abhielt. Ob es dabei so wild zuging, wie es der Name der Platzkneipe „Zum wilden Heinrich“ erahnen lässt, lassen sich die Camper nicht entlocken. Nur soviel: „Unser Weinkeller war unter der Bühne. Da war es schön kühl.“

Arbeit für die Gemeinschaft gehört zum Camperleben

Seither wurde aber nicht nur gefeiert, sondern auch viel geschuftet. Und das nicht nur auf den mittlerweile 120 Parzellen, die laut Platzordnung sauber und in Ordnung gehalten werden müssen, sondern in der gesamten Anlage. Strom kommt aus der Steckdose und das Wasser aus dem Hahn und natürlich sind die Toiletten auch an den städtischen Kanal angeschlossen. Erst kürzlich wurde für die Kinder ein großer Spielplatz hergerichtet und im Vereinszelt auf der Veranstaltungswiese wird gut und gerne geifert.

Natürlich auch das Jubiläum vom 22. bis zum 24. Juni. „Da gibt es an allen Tagen lecker was auf die Gabel. Zum Beispiel mache ich für die Camper und die Gäste eine Grillpfanne. Ich hab mal Koch gelernt“, freut sich Stefan Sander schon auf das Großereignis mit Tombola, Cocktailbar, Ponyreiten und vielen weiteren Überraschungen. Was den Mann am Herd aber nicht davon abhält, sich am Wochenende bei Landwirt Rüsing einen Frontlader auszuleihen, um die vielen Schlaglöcher im Zufahrtsweg zu füllen.

  1. Seite 1: Vom Ackerland zur Freizeitoase
    Seite 2: Eine starke Gemeinschaft macht sogar Diebe Dingfest

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Kommentare
19.05.2012
09:07
Vom Ackerland zur Freizeitoase
von spatzenfreund | #1

ist der campingplatz am harkortsee mittlerweile legalisiert? vor einigen jahren hatte er doch angeblich noch keine genehmigung...

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