Volontariat am Karl-Ernst-Osthaus-Museum

Hagen..  Ein Volontariat in seinem Traumberuf zu ergattern, ist alles andere als leicht. Für Absolventen eines Kunststudiums fast unmöglich. Aufgrund von knappen Finanzmitteln ist es den kommunalen Museen nicht mehr möglich derartige Stellen anzubieten. Die Rudolf-Jahns-Stiftung macht dies in Hagen nun möglich.

Vincent Schmidt (33) wurde sein Traum, im Karl-Ernst-Osthaus-Museum sein Volontariat beginnen zu können, erfüllt. „Ich habe Kunstgeschichte studiert und setze jetzt im Volontariat meine erworbenen Kenntnisse in die Praxis um.“

Jedes Jahr wird von der Rudolf-Jahn-Stiftung ein Volontär für ein Museum mit finanziellen Mitteln unterstützt. Nur die besten Museen werden von der Stiftung bedacht. Das Karl-Ernst-Osthaus- Museum hat dieses Jahr überzeugt: „Wir nehmen nur die besten Häuser. Das ist das Gründungsmuseum für die Moderne“, so Ulrich Krempel, Mitglied des Vorstandes der Rudolf-Jahns-Stiftung.

Anfangs wurden jungen Menschen Geldpreise für ihr wissenschaftliches Engagement in Sachen Rudolf Jahns verliehen. Jahns war ein deutscher Maler. Seine Werke stammen aus der Zeit vom Ende des Ersten Weltkriegs bis zum Anfang der 1980er Jahre. Er wird als „romantischer Konstruktivist“ bezeichnet.

Heute möchte die Tochter des verstorbenen Künstlers, Barbara Roselieb-Jahns, die die Stiftung gründete, etwas für die Zukunft der jungen Studienabsolventen tun: „Das Geld ist schnell ausgegeben und weg. Aber etwas, was länger hält und auch den beruflichen Ablauf stützen kann, wäre ein Volontariat an einem Museum. Aus diesem Grund setze ich mich dafür ein und ermögliche dieses.“

Ein Schwerpunkt des Jahns-Volontariats besteht in der Konzeption und Durchführung einer Ausstellung zum Werk des Künstlers.

Diese Ausstellung mit vielen Bildern von Jahns wird vom 29. November dieses Jahres bis zum 7. Februar 2016 im Osthaus Museum zu sehen sein.