Volles Haus im ehemaligen Tubakeller
04.05.2008 | 16:04 Uhr 2008-05-04T16:04:00+0200
Mit laszivem Hüftschwung und souliger Stimme heizte Sängerin Dan ihrem Publikum im Novy`s am Freitagabend ein und servierte gemeinsam mit ihren Bandkollegen von „Hands off! Dan” groovigen Ethnosound zwischen Hippie-Swing und aktuellem Blues.
Eine Mischung, die bei den Hagenern mehr als gut ankam. Nicht zuletzt wohl, weil unter ihnen viele alte Bekannte zu finden waren, im Publikum wie auf der Bühne.
Frank Becking - dieser Name dürfte dem ein oder anderen Hagener wohl zumindest noch aus der Zeit der Neuen Deutschen Welle bekannt sein, Becking arbeitete mit Nena oder Extrabreit. Danach stand der Gitarrist bereits in den 90er Jahren gemeinsam mit der Saxophonistin und Sängerin Dan auf der Bühne. Als kreative Köpfe der Band „Dan” veröffentlichten die beiden Künstler zwei erfolgreiche Rock-Alben. Deren Singles wurden nicht nur auf Viva und MTV gespielt, die Band konnte sich außerdem live bei Open-Air-Festivals wie dem legendären Rock am Ring beweisen.
Jetzt bringen Frank Becking und Dan mit Schlagzeuger Max Schwarzlose und Bassist Thomas Baumgarte Ende Mai ihre neue Platte „Blue” heraus. Grund genug, wieder einmal in Hagen vorbeizuschauen und in der Innenstadt Livemusik außerhalb des Kneipenfestivals zu bieten.
Mit ihrer eigenen Interpretation aus Swing, Blues und Hippie-Gitarrensound der Siebziger kreierten die vier Musiker französische Chansons zwar neu, verpassten ihnen dennoch einen erfrischenden Retrolook. Lieder über das Flirten und die Liebe lieferten die engagierten Akteure in einer unverwechselbaren Art, wobei besonders Sängerin Dan hervorstach: „Shine in your Blood”, säuselte sie beispielsweise betörend ins Mikrofon, um im nächsten Moment zum Saxophon zu greifen und ein heißes Solo hinzulegen.
Mit ihren energetischen Songs und den verspielten Melodien verzauberten „Hands off! Dan” ihre Zuschauer und überzeugten durch ihre unkomplizierte Art. Der volle Keller des Novy`s dürfte dabei Beweis genug sein, dass die Hagener gerne wieder mehr Livemusik in ihrer Stadt erleben würden.
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