Visueller Spaziergang durch Hagen
11.04.2008 | 18:48 Uhr 2008-04-11T18:48:00+0200
Mitte. (karo) Seine Bilder sind ein visueller Spaziergang durch das Hagen der 1950er Jahre: Die Sparkasse zeigt Graphiken von Theodor Brün aus der Sammlung des Karl-Ernst-Osthaus-Museums (KEOM).
Theodor Brün (1885 - 1981) war ein ausgezeichneter Zeichner. Und ein genauer Beobachter obendrein. Mit schnellen, exakten Tuschestrichen zeichnete er den Verlauf der Volme, deutete die Häuserfassaden rechts und links an, skizzierte Bäume – „vor Ort”, sagt Rouven Lotz, Volontär am KEOM und Kurator der Ausstellung „Theodor Brün – Menschen und Landschaften”. Zu Hause, im Atelier, griff er zu Pinsel und Aquarellfarbe und tauchte die Zeichnung in ein zartes Blaugrau. Genau hat der Künstler auch bei der Beschriftung seiner Bilder gearbeitet, weiß Lotz. „Deswegen kann man noch heute die Orte benennen, die er dargestellt hat.” 35 Graphiken zeigt das KEOM in der Sparkasse, ein Viertel der Brüns, die der Stadt gehören. Zu sehen sind hauptsächlich Hagener Stadtansichten: Landschaften und Menschen – die im Park spazieren gehen, über den Wochenmarkt schlendern oder im Bahnhof auf den Zug warten. Aber auch zwei Szenen aus dem Pariser Cafe´ du Dôme sind dabei, dem Nabel der damaligen Kunstszene, in der Theodor Brüns verkehrte. „Ein Hagener in Paris”, sagt Tyfun Belgin, KEOM-Direktor, über den Künstler, der einen großen Teil seines Lebens in der Volmestadt verbrachte, es in seiner Kunst festhielt – und in die Welt trug.
Die Ausstellung wird heute um 10.30 Uhr eröffnet und ist bis zum 5. Mai im Ausstellungsraum der Sparkasse zu sehen.
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