VIP-Tickets für die wirklich wichtigen Leute

Hagen..  Als Business-Partner unterstützt die Hagener Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft (HGW) die Basketballer von Phoenix Hagen und bekommt dafür ein jährliches Kontingent an VIP-Karten für die Heimspiele der Feuervögel. Der HGW-Aufsichtsratsvorsitzender Mark Krippner regte an, die Karten künftig doch an diejenigen weiterzugeben, die normalerweise nie in den Genuss dieser unverkäuflichen Ehrentickets kämen.

Ende Januar trafen sich der Aufsichtsratsvorsitzende und der HGW-Geschäftsführer Dr. Marco Boksteen zur Ziehung der ersten Gewinner mit Mechthild Weickenmeier, Geschäftsführerin der Kreisgruppe Hagen im Paritätischen Wohlfahrtsverband, und Christa Burghardt, Geschäftsführerin des Hagener Kinderschutzbundes, die auch im Vorstand des Paritätischen sitzt. Das Prozedere: Es werden acht Gewinnervereine gezogen, die wiederum jeweils einen außergewöhnlich engagierten „Helfer mit Herz“ benennen, der dann zwei Karten bekommt.

Breite Streuung der Karten

„Wir haben den Paritätischen Wohlfahrtsverband angesprochen, weil in diesem Verband ein Großteil der Vereine, Gruppen und Organisationen vertreten sind, die in Hagen ehrenamtliche Arbeit leisten“, erklärt Boksteen die Entscheidung, für eine gerechte Verteilung der VIP-Tickets den Wohlfahrtsverband mit ins Boot zu holen. Der umtriebige Verband ist ein Sammelbecken, in dem vom Kinderschutzbund über den Verein der Kehlkopflosen bis hin zu Kita-Elterninitiativen die ganze Bandbreite freiwilligen Engagements vertreten ist. „Auf diese Weise erhoffen wir uns die breitestmögliche Streuung unserer Karten“, so Boksteen, der sich schon jetzt für die Gewinner freut: „Das ist ein schönes Erlebnis“, weiß der Phoenix-Fan, „zumal man ja normalerweise nur schwer an diese VIP-Karten kommt.“

Jetzt also sind die acht Gewinner-Vereine an der Reihe: Sie sollen jeweils eine überdurchschnittlich engagierte Person, einen Menschen mit Berufung benennen, der ihrer Ansicht nach die zwei VIP-Karten besonders verdient hat. „Den Menschen, der beispielsweise immer zuerst an seine Mitmenschen denkt, für den das Wort Nächstenliebe real existiert, der sich aufopferungsvoll um seine Mitmenschen kümmert und seine eigenen Belange zurückstellt“, heißt es im Anschreiben an die Gewinner. „Und davon gibt es viele“, betonen Mechthild Weickenmeier und Christa Burghardt, die bei ihrer Arbeit immer wieder Beispiele dafür erleben.

Die von ihren Vereinen ausgeguckten „Helfer mit Herz“ können sich einen der Phoenix-Spieltermine in der Enervie-Arena aussuchen und mit einer Begleitperson ihrer Wahl einen spannenden Abend erleben.