Viele junge Menschen beim Gedenken an Pogromnacht in Hagen
09.11.2008 | 16:55 Uhr 2008-11-09T16:55:00+0100
Zum siebzigsten Mal jährte sie sich gestern, die Pogromnacht des 9. November 1938. Damals wurden in Hagen jüdische Geschäfte verwüstet, die Synagoge beschädigt, Männer in „Schutzhaft” genommen. Die sichtbaren Spuren sind beseitigt, die Erinnerung aber hielt die jüdische Gemeinde auch 2008 wach.
So unaussprechlich, wie das Grauen der Deportationen und Massenvernichtungen, das nach dem 9. November 1938 begann, blieb auch das Gedenken in Hagen zunächst wortlos.
Mit einem Schweigemarsch vom Adolf-Nassau-Platz zur Synagoge in der Potthofstraße gedachten rund 100 Teilnehmer den Stunden, die später zur „Reichskristallnacht” verharmlost wurden. Zum ersten Mal wohnte dem Gedenkzug durch die Hagener Innenstadt am Wochenende auch eine Delegation aus Hagens israelischer Partnerstadt Modi'in bei.
Am Rande dieser neunköpfigen Gruppe erklärte Thomas Stacheter als Mitglied der jüdischen Gemeinde Hagen, warum Erinnerung an die NS-Zeit wichtig ist: „Die Bedrohung ist wieder ganz real. Im Iran baut ein Präsident an der Atombombe gegen Israel.” Dem ernsten Anlass zum Trotz fand Stacheter allerdings erfreulich, „dass viele junge Leute Anteil nehmen.”
Am Erinnerungszug und der anschließenden Gedenkstunde im Ratssaal beteiligte sich unter vielen auch der Hagener „Stolpersteine e.V.”:
Am Wochenende verlegte die Initiative 21 Messingsteine vor Häusern im Hohenlimburger Ortskern, aus denen Juden vertrieben wurden. Die Recherche nach jüdischen Familien, deren Schicksal in der Pogromnacht eine dramatische Wendung nahm, läuft weiter - gegen das Vergessen.
17:19
die anständigen menschen
16:16
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19:50
@Doris HOrmaycht -
ohren einschalten - elisabeth hat gegen 17 uhr geläutet
19:40
@ 1
Der Artikel steht morgen (10.11.) in der Zeitung, also ist morgen der heutige 09.11. gestern, ist doch logisch, oder ?
19:30
Wie kann sich die Progromnacht, mit der am 9..11.
1938 das Unmenschlichste begann, sich gestern (8.11) zum 70.ten Mal jähren?
Hat Ihr Autor Boris Ludwig einen anderen Kalen- der als wir?
Außerdem wurde in Ihrer Zeitung mindestens zweimal darauf hingewiesen, dass heute ab 17 Uhr für eine Viertelstunde die Kirchenglocken von Hagen läuten sollten ... wir haben in der Bredelle keine EINZIGE gehört. Ich werde bei den beiden Kirchen St. Elisabeth (rk)) und Matthäus (ev) nach-
fragen.
MfG Doris HOrmaycht
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