Viele Chancen und Potenziale in Hohenlimburg

Das wünschen sich die Hohenlimburger für die Innenstadt.
Das wünschen sich die Hohenlimburger für die Innenstadt.
Foto: WP

Hohenlimburg..  Es ist eine Fleißarbeit, eine äußerst umfassende. Möglicherweise ist sie auch richtungsweisend in eine positive Zukunft Hohenlimburgs. Denn Sofia König wird im März ihre Masterarbeit an der Technischen Universität Dortmund (Studiengang Raumplanung) abgeben. In Kooperation mit der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer hat sich die junge Hagenerin seit dem Sommer des vergangenen Jahres intensiv mit der Hohenlimburger Innenstadt beschäftigt und nach Möglichkeiten geforscht, diese zu vitalisieren.

Im Gespräch mit Bezirksbürgermeister Hermann-Josef Voss hat sie jetzt ihre (Zwischen-)Ergebnisse und somit ihre Erkenntnisse vorgestellt, schließlich wird sich auch die Hohenlimburger Bezirksvertretung am morgigen Mittwoch beim Tagesordnungspunkt 6.2. Parkräume, Verkehrsführung und Einzelhandel mit diesem Thema beschäftigen.

Sofia König hat mit großer Sorgfalt und mit großem Engagement in den zurückliegenden Wochen interessante Gespräche geführt. So mit den Marketing-Experten aus Oberhausen und Altena, denn insbesondere in der bislang ebenfalls gebeutelten Stadt an der Lenne tun sich aktuell erstaunliche Möglichkeiten auf, die eventuell auf Hohenlimburg übertragen werden können.

Aktuell hat sie ein Handlungskonzept für die Innenstadt von Hohenlimburg erstellt. Fast fünfzig Seiten mächtig und mit zahlreichen Ideen, Anregungen und auch mit Visionen. Dieses Konzept möchte sie der Hohenlimburger Werbegemeinschaft vorstellen. Denn dieser bescheinigt sie in ihrer wissenschaftlichen Erhebung insgesamt eine gute Arbeit.

Umfassende Arbeit

Analyse, Passantenbefragung, Bestandsbewertung, Leitbild, Entwicklungsziele, Maßnahmenkatalog und ein Fazit mit Ausblick sind die Themenbereiche ihrer vielschichtigen Arbeit, die deutlich macht, dass Hohenlimburg viele Stärken und somit Chancen hat, die mit Unterstützung der Politik genutzt werden müssen.

Stärken sind für Sofia König im Freizeit- und Kulturbereich zu finden: die Kanustrecke, der Bentheimer, das Kulturzentrum Werkhof und das Schloss. Schwächen hat sie nur wenige gefunden. Dazu zählt sie die fehlenden Freizeitangebote im zentralen Kernbereich.

Stärken unter städtebaulichen Aspekten sind für sie der historisch gewachsene Stadtkern, die interessante Bebauung mit den Fachwerkhäusern und eine teilweise attraktive Platzgestaltung. Schwächen sind der schlechte Zustand einiger Fassaden, der Bodenbelag der Fußgängerzone und die zahlreichen Einzelhandelsgeschäfte, die nicht barrierefrei und somit nur über Stufen zu betreten sind.

Stärken, Schwächen und Risiko

Als Fazit einer Stärken-Schwächen-Chancen und Risiko-Abwägung (Swot) bleibt für die Hagenerin, dass Hohenlimburg viele Chancen und somit auch viele Potenziale hat. Dazu zählt sie auch den Rathausbereich, das historische Flair, die Fußgängerzone und den Tourismus.

Deshalb hält sie nichts von einer Befahrbarkeit der Innenstadt. Höchstens für eine kurze Zeit des Übergangs.

Vielmehr regt sie an, dass die Stadt sich zur Lenne öffnen müsse. Eine Möglichkeit dazu könnte sein, den architektonisch biederen Rathausflügel abzureißen und diesen Rathausbereich neu zu gestalten. Doch das sind Visionen.