Viele Besucher kommen seit Jahrzehnten

Breckerfeld..  Es fing alles im Jahr 1947 mit einem Jungschar-Zeltlager aus Gemeinden des damaligen Kreises Altena über Pfingsten an der Glör an. Damals wurde am Pfingstmontag im Wald an der Glör ein Gottesdienst im Freien gehalten. Der kam so gut an, dass sich daraus ab Pfingsten 1950 der „Waldgottesdienst an der Glör “ immer am Pfingstmontag um 10 Uhr bis heute erhalten hat. In den Anfängen kamen viele Besucher aus den umliegenden Kirchengemeinden und CVJM-Gruppen aus Schalksmühle, Dahlerbrück, Breckerfeld und Halver zu Fuß, mit dem Fahrrad, kleinen Motorrädern und nur wenige mit dem Auto.

Bläser sorgen für Musik

Vom Beginn an sorgten die Bläser der Posaunenchöre der Umgebung für die musikalische Begleitung. Damals wie heute trafen sich die Bläser eine halbe Stunde vor Gottesdienstbeginn, um sich im Wald an der Jugendherberge einzuspielen.

In den nunmehr 65 Jahren des Waldgottesdienstes ist er noch nie wegen des Wetters ausgefallen. Gestern hörte der sachte Morgenregen kurz vor Beginn des Gottesdienstes auf, die im Wetterbericht angekündigten Regenfälle hielten aber wohl viele Besucher ab. Die Parkplätze am Haus Glörtal wurden nicht voll belegt.

Probleme bereiteten vielen Besuchern die Nutzung der Parkscheinautomaten: Sie hatten kein Kleingeld parat.

Parkplätze nicht voll belegt

Die Nummernschilder verrieten, dass die Besucher meist aus den Bereichen MK, GM, RS, HA und EN kamen. Der gebührenfreie Parkplatz an der Kreisstraße nach Dahlerbrück blieb fast leer. Im Gespräch mit unserer Zeitung stellte sich heraus: „Wir kommen schon seit Jahrzehnten.“ Ein Mann aus Altena- Dahle: „Ich habe hier noch den Lüdenscheider Pfarrer Paul Deitenbeck gehört. Pfarrer Bernd Rudolph, der vor Jahren in unserer Gemeinde in Dahle Pastor war, hält die Predigt bereits seit 25 Jahren.“

In diesem Jahr stellt er sie unter das Thema „Wenn nichts mehr geht - ehrlich werden in Lebenskrisen.“ Neben den Mitgliedern heimischer Posaunenchöre gab es Musikeinlagen des Männerchores aus Dhünn im Bergischen und des CVJM-Musikkreises aus dem Märkischen. Auf dem Parkplatz an der L 528 in der Landwehr traf unsere Zeitung Mitglieder der Familie Thiemann aus Hückeswagen. Sie sorgen in der dritten Generation für den Transport von Behinderten zum Platz des Gottesdienstes an der Jugendherberge: „Wegen des Regens am Morgen haben wir nur einen Kleinbus mitgebracht.“

In diesem Jahr musste er fünfmal (je sieben Fahrgäste) fahren. In den früheren Jahren habe man immer zwei Kleinbusse benötigt.