Verdächtige frei - Ermittler rechtfertigen SEK-Einsatz

Nach kurzer Verfolgungsjagd stellten SEK-Beamte einen Verdächtigen am Elbersufer.
Nach kurzer Verfolgungsjagd stellten SEK-Beamte einen Verdächtigen am Elbersufer.
Foto: Hubertus Heuel
Nachdem eine SEK-Einheit das Vapiano in Hagen gestürmt hatte, sind die überwältigen Männer wieder auf freiem Fuß. Von Erpressung ist keine Rede mehr.

Hagen-Mitte.. Am Tag nach der spektakulären Erstürmung des Restaurants Vapiano durch eine SEK-Einheit und der Festnahme von vier Männern (20, 25, 25, 30) ruderten Staatsanwalt und Polizei zurück. Die von den Spezialkräften überwältigten Männer befinden sich wieder auf freiem Fuß, auch von Erpressung war nicht mehr die Rede.

Dennoch ließen die Ermittler keinen Zweifel daran, dass der Aufsehen erregende Einsatz am Montagnachmittag berechtigt war. Der Hagener, ein Geschäftsmann aus der Lebensmittelbranche, der die Polizei eingeschaltet hatte und sich mit den Männern zu der fingierten Geldübergabe im Vapiano verabredet hatte, habe um sein Leben gefürchtet: „Ob es letztlich Erpressung oder Nötigung war, prüfen wir. Auf jeden Fall war eine hohe Gewaltbereitschaft erkennbar“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Passanten loben Vorgehen der Einsatzkräfte

Die drohende Gefahr für den Geschäftsmann scheint zunächst abgewendet, den Verdächtigen, bei denen übrigens keine Waffen gefunden wurden, machte die Polizei klar, dass sie ihre Aktivitäten genau beobachten werde. Drei der Männer waren noch am Montagabend freigelassen worden, der vierte folgte gestern.

Die vielen Passanten, die Augenzeugen des Geschehens wurden, lobten das Vorgehen der Einsatzkräfte: „Ich bin froh, dass wir in einem Rechtsstaat leben. Man musste nie befürchten, dass ein Polizist wie in den USA die Waffe zieht und schießt“, so Klaus Ehlers.