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US-Kampfpiloten fliegen mit Hagener Edeluhren

22.01.2015 | 11:00 Uhr
US-Kampfpiloten fliegen mit Hagener Edeluhren
Über einen ungewöhnlichen Auftrag aus den Vereinigten Staaten konnten sich die Uhrenspezialisten von „Tourby Watches“ freuen.Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.  Die Flugschule „Strike Fighter Weapons School Pacific“ der US-Navy war lange auf der Suche nach der richtigen Uhr für ihre Piloten. Fündig wurden sie bei einer kleinen Manufaktur in Hagen, die sich vor allem international einen Namen gemacht hat.

Hollywood-Gigant Tom Cruise machte die US-Eliteschule Top Gun in seinem gleichnamigen Kinofilm von 1986 weltberühmt. Mit den Kampfnamen „Maverick“, „Iceman“ oder „Viper“ war den Überfliegern der Eliteeinheit kein Gegner gewachsen.

„Der einzige Kampfname, den wir verraten dürfen, ist ,Dragon’“, erklärt Erdal Yildiz, Firmeninhaber der Uhrenmarke Tourby Watches. Wieso gerade ein Hagener Uhrmacher einen Decknamen eines US-Kampfpiloten kennt? Die amerikanische Flieger-Schule „Strike Fighter Weapons School Pacific“ braucht für ihre Piloten eine sehr spezielle Uhr – Ein individuelles und hochwertiges Fabrikat. In Deutschland wurden sie fündig. Die kleine Hagener Firma konnte die Amerikaner überzeugen.

Bis zu 25 Exemplare pro Jahr

„Wir sind international sehr bekannt und gelten in den USA als Geheimtipp“, verrät Yildiz, dessen Firma ihre Edeluhren momentan zu über 70 Prozent ins Ausland verschickt. „Das ist ein sehr seltener Auftrag, vor allem für ein so kleines Unternehmen“, freut sich der Firmeninhaber.

Das Vertrauen der Kampfpilotenschule, die pro Jahr 20 bis 25 Stück der exklusiven Uhren bestellt, ist an hohe Auflagen gebunden: Die Uhr muss zahlreiche technische Anforderungen erfüllen, zudem darf Tourby Watches keine Auskunft über den genauen Preis, die exakte Bestellmenge oder über die Gravuren geben. Ganz grob darf er aber verraten: „Etwa 3000 Euro kann man für ein Exemplar einrechnen.“

Jede Bestellung aus den Staaten geht schon Monate vorher bei den Hagener Uhrenspezialisten ein, schließlich müssen die Chronographen in Handarbeit zusammengesetzt werden. „Wer zu uns kommt, der möchte ein handgemachtes Unikat haben“, stellt Yildiz klar. Dafür müsse man sich natürlich auch hinten anstellen. Die Lieferzeit beträgt bei einfachen Aufträgen sechs Wochen, bei ganz speziellen Wünschen kann die Fertigstellung auch zwei Jahre dauern.

Stahl auf Stahl

Sind die Kollegen mit dem Bau fertig, kommt der Feinmechaniker Jürgen Tetzlaff ins Spiel. Der Restaurationsspezialist ist, ebenso wie Inhaber Yildiz, gebürtiger Hagener. Im Internet nennt man ihn den „Uhrologen“. Er überprüft in chirurgischer Kleinstarbeit jede einzelne Uhr und benötigt pro Zeitmesser gut sechs Stunden.

Auf dem Ziffernblatt sind, ganz exklusiv für die Fliegerschule, drei Logos zu sehen: Die Logos der US Navy und der Fighter Weapons School Pacific sowie eine Abbildung der Boeing F/A-18E Super Hornet.

Auf die Ränder der Uhr wird individuell der Kampfname und eine Identifikationsnummer eingraviert. Neben diesen Informationen finden die Träger auch den Herkunftsort der Uhr in Stahl auf Stahl. Dort ist zu lesen: „Hagen in Westfalen“.

Marc Friedrich

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US-Kampfpiloten fliegen mit Hagener Edeluhren
US-Kampfpiloten fliegen mit Hagener Edeluhren
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2015-01-22 11:00
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