US-Investor steigt bei Douglas ein
15.10.2012 | 19:33 Uhr 2012-10-15T19:33:00+0200
Düsseldorf/Hagen. Der US-Investor Advent International steigt beim Hagener Einzelhandels-Unternehmen Douglas ein. Das hat die Douglas-Gründerfamilie am Montag bekannt gegeben. Auch unter dem neuen Eigner soll der Fimensitz in Hagen bleiben.
Eine der schwierigsten Übernahmen von Firmen aus dem Aktienindex MDax scheint entschieden. Gestern erklärten die Douglas-Gründerfamilie Kreke aus Hagen und der US-Investor Advent International, das Handelshaus weiterentwickeln zu wollen. Gemeinsam und auf Augenhöhe wolle man die Erfolgsgeschichte des mit 1,5 Milliarden Euro bewerteten Unternehmens fortschreiben, hieß es.
Nachdem sich die Großaktionäre Oetker und Müller bereits verpflichtet haben, ihre Anteile zu verkaufen und gemeinsam mit den Anteilen der Familie Kreke so 50,5 Prozent gesichert sind, bietet Advent jedem weiteren Aktionär 38 Euro pro Anteilsschein. Ein faires Angebot, wie Analyst Wolfgang Vasterling von der NordLB angesichts der Probleme bei der Buchhandelskette Thalia einschätzt.
Douglas-Gründerfamilie bleibt Minderheitsbeteiligte
Voraussetzung für eine Übernahme aber ist neben der kartellrechtlichen Genehmigung, dass Advent insgesamt mindestens 75 Prozent der Aktien angeboten werden. Die Familie Kreke erhöht ihren eigenen Anteil und bleibt mit 20 Prozent Minderheitsbeteiligte. Gleichwohl hatte man gestern auf der eilends einberufenen Pressekonferenz den Eindruck, dass sich tatsächlich zwei Wunsch-Partner gefunden haben, um die nächsten vier bis sieben Jahre gemeinsam nachhaltiges und profitables Wachstum zu betreiben.
Ein klares Bekenntnis gab es sowohl von Vorstand Henning Kreke als auch von Advent-Geschäftsführer Ranjan Sen zum Standort Hagen. Letzterer lobte ausdrücklich den unternehmerischen Mut der Familie Kreke, die sich wegen der teilweise heterogenen Interessen im Aufsichtsrat vor zehn Monaten auf die Suche nach einem neuen Partner gemacht hatte. Man wolle weg vor der Quartalsabhängigkeit der Börse, sagt Kreke. Wobei dieses Ziel nur dann erreicht werden kann, wenn insgesamt 95 Prozent der Aktien eingesammelt werden.
08:31
Kaufleute aller Art haben immer nur das $ Zeichen in den Augen. Die Börse, ein Zockertisch in der realen Welt kennt keine Gefühle. Wer glaubt, das der Investor der "Liebe Gute reiche Onkel" ist, muss vollkommen naiv sein. Nur wer ein Geschäft beim Zocken wittert, der gibt Geld. Wer nicht in dem Poker die Mehrheit hat, ist immer der Verlierer. Das wusste auch die Günderfamilie als sie mit schwachen Geld an die Börse gingen. Auch sie wollten in der Zockerrunde mitmischen. Wie man sieht, mit mässigen Erfolg. Die Atempause ist nur für den Fond gut,bis zur nächsten Runde, der der muss Gewinne machen, sonst verschwindet der an der Börse !!! Fressen und gefressen werden lautet das reale Spiel. Oder nicht?