Unternehmensberater prüfen Hagener Feuerwehr
13.04.2010 | 09:54 Uhr 2010-04-13T09:54:00+0200
Hagen. Ihren Job erfüllen sie mit Leib und Seele. Und trotzdem ist die Stimmung bei vielen Berufsfeuerwehrleuten auf dem Nullpunkt. Denn neben dem Beförderungsstopp droht ein weiterer Flächenbrand. Seit gestern sind Unternehmensberater im Haus.
Zwölf Wochen prüfen Mitarbeiter der Wuppertaler Firma Rinke im Auftrag des Hagener Oberbürgermeisters den Entwurf eines Brandschutzbedarfsplans, den Feuerwehrchef Horst Wisotzki im Dezember dem Verwaltungsvorstand vorgestellt hat. Kosten für die externe Begutachtung des auf Kommunen spezialisierten Unternehmens: mehr als 22 000 Euro.
Kritik musste dafür Oberbürgermeister Jörg Dehm - der darüber hinaus im Breich Feuerwehrverwaltung Einsparungen in Höhe von 18 Prozent verlangt - von Feuerwehrleuten auf einer Belegschaftsversammlung einstecken. Tenor: Für teure Unternehmensberater ist bei der klammen Kommune Geld da, für eine gerechte Bezahlung nicht.
Ausgebildete Beamte wandern ab
Das führt dazu, dass Feuerwehrleute, die für gutes Geld (rund 50 000 Euro) in Hagen ausgebildet worden sind, abwandern. Denn der Beförderungsstopp des NRW-Innenminister Wolff (FDP) gilt nur für Nothaushaltskommunen. Jeden Montag machen deshalb die Feuerwehrleute ihrem Ärger in der Innenstadt Luft. Sie sammeln Unterschriften und klären über ihre miserable Situation auf.
Bei der sogenannten Plausibilitätsprüfung geht es auch um eine mögliche interkommunale Leitstelle und die Verzahnung von Tag- und Nachtdienst. Denn auch bei der Berufsfeuerwehr, die durch Extraleistungen der Kollegen der Stadt jährlich mehr als 200 000 Euro zusätzliche Kosten erspart, wittert die Verwaltungsspitze offenbar weiteres Sparpotenzial.
Feuerwehr tritt auf Kostenbremse
Dabei tritt die Feuerwehr bereits auf die Kostenbremse. So werden nach dem neuen Bedarfsplan Standorte freiwilliger Einheiten reduziert. Statt 19 Gerätehäusern sind es künftig nur noch zehn. Nicht zuletzt dadurch ist es möglich, auf die Anschaffung von 20 Großfahrzeugen zu verzichten (Sparpotenzial: sieben Millionen Euro).
Auch sonst steht Amtsleiter Wisotzki, der seinen Beruf von der Pike auf gelernt hat und von Berufskollegen ebenso geschätzt wird wie von der Politik, nicht im Verdacht, verschwenderisch mit städtischen Mitteln umzugehen. Im Gegenteil: Die Hagener Feuerwehr ist so aufgestellt, dass sie Vorgaben gerade eben erfüllt.
Gesetzlich festgeschrieben sind die indes nicht. Deshalb hat eine Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Feuerwehren Kriterien aufgestellt, die eine „leistungsfähige Feuerwehr” ausmachen. Im Fokus steht dabei ein kritischer Wohnungsbrand, den Wisotzki um weitere für Hagen typische Ereignisse erweitert hat.
07:33
muss mich zurücknehemen, dieser Schrieb von #14 ist von einem Lennesperlings... man beachte bitte in Zukunft das s hinter dem Sperling, das könnte dzu führen, dass ich mit diesem Spatz in eine Topf geschüttet werde und da habe ich absolut keinen Bock darauf. ich weiß auch nicht, warum diese Kommentator es so macht. Ich finde es gelinde gesagt besche....
07:35
#14 ist Fake und nicht von mir
16:39
Hm. Also es gibt zwei Varianten, einen Brandschutzbedarfsplan auftzustellen:
1) Zeit und eigene Kompetenz investieren und selber machen
2) Geld in die Hand nehmen und ein Unternehmen beauftragen
Dazu gesellt sich jetzt eine Dritte:
Man investiert erst viel Zeit und eigene Kompetenz und schreibt einen Plan, DANN lässt man für mehr als 22.000 Euro eine Firma kommen (immerhin die, die sich wohl am besten auskennt) und lässt prüfen, ob die eigenen Leute (und man selbst) auch kompetent waren. Da fragt man sich schon: WAS SOLL DAS? Leicht verdientes Geld für Herrn L., ein Risiko der Totalblamage für die Feuerwehr Hagen. Denn wer Herrn L. und seine aktuellen Trends kennt, der weiß sehr wohl, dass er am Bedarfsplan noch Streichwürdiges finden kann (wenn er soll und darf).
#11: Das Einheiten nicht nur räumlich zusammengelegt werden sondern danach nach kurzer schamfrist auch materiell ausgedünnt, zusammen alarmiert und dann zusammengefasst werden, ist aber doch die logische Folge der Maßnahme. Das konnte man auch an den Ratsbeschlüssen schon vor 15 Jahren erkennen (wenn man sich nicht von zahlreichen gegenteiligen Beteuerungen blenden ließ).
#15: Die Frist Responder sind eine tolle Einrichtung, aber sie markieren ausdrücklich KEINE Hilfsfrist! Die Hilfsfrist endet, wenn ein Rettungsmittel nach RettG NW vor Ort ist. In Dahl gibt es also nach wie vor ein Hilfsfrist-Problem. Was - erfeulicherweise - gesunken sein dürfte, sind Mortalität und Folgeschäden. Das ist sicher wichtiger als ein formales Erreichen einer Zahl, aber die Trennung sollte man trotzdem beachten.
16:29
Erst den Nahverkehr kapuut gemacht, dann die Bäder geschlossen um ein Millionengrab mit Namen Westfalenbad zu bauen und jetzt geht es der Feuerwehr an den Kragen. Kohle für Unternehmensberater scheint ih Hagen im Überfluss vorhanden zu sein. Da sind allein bei den Töchtern der Stadt in den letzten Jahren Millionen geflossen. McKinsey, Roland Berger, Hamburg Consult und, und, und ! Alle verdienen sich in Hagen dumm und dämlich und unsere Politbanausen nicken es ab, Mahlzeit !!
16:22
In der verwaltung lebt der Filz schon ewig, egal wer regiert.
Schwarz -gelb oder rot grün oder schwarz -rot, die Schweine wechseln zwar aber die Tröge bleiben immer diesselben ! Dehm ist auch nur ein Befehlsempfänger seiner Partei, absolut drittklassier Mann, hätte auch Demnitz bleiben können !!
12:00
# 14: Filz bildet sich immer dort, wo Parteien zu lange an der Macht sind. Und wenn die Verwaltung über Jahrzehnte systematisch rot verfilzt wurde, so dauert das lange, es aufzubrechen. Die Zeit ist zu kurz, als dass sich schon nennenswerter schwarzgelber Filz in der Verwaltung hätte bilden können. Das dauert auch.
08:46
@12 Es war dummerweise der schwarze Christoph Gerbersmann, der die rote Beate von der Leine gelassen hat. Nur mit seiner aktiven Unterstützung konnte sie das unselige Evoparkprojekt vorantreiben. Die Farbenspielchen sind hier nicht hilfreich. Der Filz wechselt die Farben und ist aktuell schwarzgelb.
07:45
Wenn die Feuerwehrleute sich auf das zurückziehen würden, was sie wirklich tun müssen...das hätten sie von Anfang an tun sollen. Wer den kleinen Finger reicht, der hat bald keinen Arm mehr. Und wenn die Stadt nicht diese gute und leistungsfähige freiwillige Feuerwehr hätte...na dann gute Nacht. Vor allem in den Randbereichen in denen ansonsten keinerlei Hilfsfristen eingehalten werden können. Ich denke allein nur an die First Responder ohne die der Rettungsdienst z.B im Volmetal ganz schlecht aussehen würde. Aber auch die Einheiten die zusammen mit der Berufsfeuerwehr alarmiert werden weil sie schneller vor Ort sind...Leute seid froh, dass ihr die habt.
23:08
#9 Solche Spitzenkräfte wie diese berühmt-berüchtigte Dame, die jeden strammen Genossen an die Wand redet, das einzige übrigens, das sie perfekt beherrscht, findet man überall. Mit geringer Qualifikation und Parteibuch hochgekommen, ohne einen ganzen Stab von Personal nicht arbeitsfähig und sehr auf Privilegien und Pfründe bedacht. Das ist das Holz, aus dem viele Politiker geschnitzt sind. Nur wird man sie nicht mehr so schnell los. Die rote Beate aus Hagen steht dort allerdings nicht allein. Da gibt es in der Stadtverwaltung eine ganze Reihe von ähnlichen Fällen. Allerdings haben die es noch nicht geschafft, über ein Projekt gleich Hunderttausende in den Sand zu setzen. Dass merkwürdige ist, dass niemand hinterher genau geschaut hat, wo das Geld verausgabt wurde. Angeblich sollen sich die beiden Projektpartner auf den vielen schönen Dienstreisen näher gekommen sein ... Bisher hat das sprechende Maschinengewehr alle Skandale und Affären überlebt, ich bin mir sicher, dass sie auch Herrn Dehm zu den Akten legen wird.
22:47
Nicht zuletzt dadurch ist es möglich, auf die Anschaffung von 20 Großfahrzeugen zu verzichten.
Da wird aber mal etwas Interessantes so ganz nebenbei erwähnt: 20 Großfahrzeuge sollen eingespart werden - durch die Zusammenlegung der Standorte. Damit wird dann die Katze aus dem Sack gelassen, dass die derzeit 22 Löschgruppen teilweise zusammengelegt werden.
Ja, das wird möglich sein und sicher wird es sich rechnen. ABER: Man kann davon ausgehen, dass dies nicht ohne Reibungsverluste vonstatten gehen kann. Einigen FF-Kameraden wird das vielleicht nicht gefallen und sie treten evtl. aus. Ich könnte mir vorstellen, dass dies dann auch Auswirkungen auf die Schlagkräftigkeit der Freiwilligen haben wird. Aber so weit denkt man in Hagen nicht. Geld regiert die Welt. Und die Milliarden, die in die Banken gesteckt werden und die demnächst nach Griechenland fließen, die hat man eben noch übrig. Für die eigenen Kommunen ist kein Geld mehr da. Sehr lustig ist auch, dass die Herren derzeit dann auch noch auf überdimensionalen Plakaten um die Gunst der Wähler buhlen. Armes Hagen. Armes NRW. Armes Deuschland.
Ich finde: Genug gespart! Wenn man Hagen weiter kaputt spart, werden weitere Einwohner dieser Stadt den Rücken kehren. Aus der einstigen Industriehochburg Hagen wird dann die HARTZ IV-Metropole sowie ein internationaler Schmelztigel von Menschen unterschiedlicher Herkunft. Derzeit läuft es wohl mittelfristig darauf hinaus.
Übrigens: Herrn Dehm würde ich keinen Vorwurf machen wollen. Er kann nichts für die Fehler der Partei, die ewig gegen die CDU hetzt und in der Landes- und Bundespolitik selber nichts auf die Reihe bekommen hat. Genau wie Herr Horn ist er ein sympathischer OB.