"Unsere Sprachakrobaten" holten Bronze
17.05.2009 | 19:28 Uhr 2009-05-17T19:28:00+0200
Ein Team der Realschule Halden hat beim Bundesfinale der „Deutsch-Olympiade” einen dritten Platz belegt. Angefeuert von ihrer Klasse 9b bewährten sich Marius Heinrich, Dominik Id, Tim Neitsch und Sven Schulte in der Kategorie „Mittlerer Schulabschluss”.
Begeisterten Applaus gibt es im Deutschen Theater Berlin seit 1883 regelmäßig. Doch die wenigsten Akteure werden in dem ehrwürdigen Bau mit Schlachtrufen, Fußballtröten und Rasseln angefeuert.
Diese besondere Ehre kam gestern den acht Schülergruppen, die sich bei der „Deutsch-Olympiade” gegen 44 400 andere Schüler aus 597 Schulen in ganz Deutschland durchgesetzt hatten, zuteil.
Euphorisch unterstützten sie ihre Klassen: „Unsere Sprachakrobaten” hatte sich die 9b der Realschule Halden auf die T-Shirts drucken lassen, um ihre vier Vertreter zu motivieren. Sie wissen, was die vier Jungs leisten mussten, denn alle haben die Aufgaben in einer Unterrichtsreihe bei Lehrerin Susanne Escher im November erledigt.
Dreitägige
Klassenfahrt
Die vier 15 und 16 Jahre alten Jungs marschierten anschließend durch alle Ebenen des Wettbewerbs unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten: Sie bestanden nach dem Bezirkswettbewerb auch das Landesfinale in Düsseldorf, vertraten dann NRW bei der Bundesqualifikation in Mainz. Die dreitätige Reise der ganzen Klasse nach Berlin hatten sie so schon erstritten. Während die Mitschüler die Stadt besichtigten, bereiteten sich die vier Finalisten mit einem Sprach-Workshop auf das Finale vor.
Dieses bestand für die Hagener aus zwei Teilen: Zunächst mussten drei Schüler Sven Schulte Begriffe wie „Pförtner” oder „Nachhilfe” beschreiben, ohne diese Wörter zu benutzen. „Dabei kommt es stark auf die Tagesform an”, erzählte Tim Neitsch — und die war bei den Konkurrenten aus Brannenburg, Peine und Potsdam deutlich besser.
Bei der zweiten Aufgabe hingegen überzeugten die Haldener ihren Juroren, den Schauspieler Adnan Maral („Türkisch für Anfänger”): Innerhalb von nur zwei Minuten mussten die vier eine Geschichte spinnen. Anfang und Ende waren vorgegeben: „Der Busfahrer tippte auf seine Schulter” und „Das hättest Du dir vorher überlegen müssen.” Heraus kam ein abenteuerlicher Bericht eines gescheiterten Drogenkuriers, teils mit Berliner Mundart gespickt. „Die Idee mit dem Drogendealer, der in einem Bus einschläft, haben wir vorher kurz abgesprochen”, verriet Marius Heinrich, „den Rest haben wir auf der Bühne improvisiert.”
Gutschein für
Theaterbesuch
Mit Erfolg: Das Team brachte nicht nur die Bronzemedaillen und die vielen Erlebnisse aus der Hauptstadt zurück nach Hagen, sondern auch einen Gutschein für einen Theaterbesuch.
07:30
Glückwunsch uns Respekt!
08:59
Herzlichen Glückwunsch !!!!!!!