Unpassende Diffamierung

Diskussion zur Flüchtlingssituation. Aus meiner Sicht war es eine gelungene Veranstaltung, zu der Frau Giou­souf eingeladen hatte. Der Andrang machte deutlich, dass die Thematik vielen Bürgern unter den Nägeln brennt und sich die Anwesenden auf der einen Seite mehr Informationen, aber auf der anderen Seite auch das Aufzeigen von Möglichkeiten des aktiven Unterstützens wünschen. Die Veranstaltung hat darüber hinaus deutlich gezeigt, dass sich alle Anwesenden – unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit – deutlich von den Attentaten in Paris distanzieren und diese Verbrechen verurteilen. Es wäre wünschenswert, wenn diese gute Veranstaltung und diese wichtige Problematik nicht durch eine Verlautbarung des politischen Mitbewerbs am kommenden Tag durch Vermischungen mit anderen Themen abgewertet werden worden wäre. Diese Art der persönlichen Diffamierung mag zwar bei einigen Akteuren auf der Tagesordnung stehen, ist aber als ungehörig und unpassend zu bezeichnen.


Darüber hinaus wäre es begrüßenswert, wenn sich alle politischen Akteure auf die aktuellen und zukünftigen Aufgaben konzentrieren und ihre Kräfte für die Situation der Flüchtlinge und für die Stadt bündeln würden. Frau Giousoufs Initiative mit dieser Veranstaltung und ihre politische Arbeit zeigen, dass sie sich mit den aktuellen Geschehnissen intensiv auseinandersetzt und erkennt, was die Menschen in Hagen bewegt. Aus meiner Sicht spricht das für die Arbeit einer Politikerin! Vielleicht sollten sich andere eher ein Beispiel daran nehmen und sich mehr mit den Themen vor Ort als mit böswilligen Äußerungen beschäftigen.