Und täglich reißt die Straße auf
16.02.2009 | 18:00 Uhr 2009-02-16T18:00:00+0100Alle sehnen das Ende des Winters herbei. Auch die städtischen Straßenbauer. Für die wird's nach dem langen Gastspiel von Väterchen Frost ein böses Erwachen geben. Immer noch gibt es täglich neue Schlaglöcher, die Schadensliste wird länger ausfallen als gedacht.
Davon geht Michael Haneke vom Fachbereich für Grünanlagen- und Straßenbetrieb aus. „Uns fliegt gerade der Asphalt um die Ohren”, sagt er. Denn noch immer herrscht Frost im Boden. Risse und Nahtstellen in den Fahrbahnen, dazu ein gefrorener Unterbau: Da braucht es nur einen 40-Tonner, der bremst oder auf der Stelle dreht, oder einen Bus, der stoppt, und schon reißt die Decke richtig auf. Täglich sind Reparatur-Trupps mit einem „Wintermischgut” unterwegs und füllen die schlimmsten Schlaglöcher.
Angreifen können die Tiefbauer erst, wenn der Frühling frohlockt. „Drei Wochen nach dem letzten Frost”, so Haneke. Für 660 Kilometer Straßen trägt die Stadt Hagen die Verkehrssicherungspflicht, rund drei Millionen Euro stehen in diesem Jahr für die „laufende Straßenunterhaltung” zur Verfügung. Zuletzt gab's 2006 - nach dem strengen Winter 2005/2006 eine zusätzliche Soforthilfe von einer Millionen Euro.
Beim Landesbetrieb Straßenbau NRW fällt die Zustandsbeschreibung der Straßen gleich schlecht. Allein im Dezember und im Januar entstanden landesweit 40 000 neue Schlaglöcher - doppelt so viele wie im Winter davor. Die Niederlassung Hagen ist zuständig für 14 000 Kilometer Landes- und Bundesstraßen in Hagen, Hamm, im Kreis Unna, Ennepe-Ruhr-Kreis und im Märkischen Kreis.
08:01
Weil die Stadt keine Kohle hat und auch hier immer wieder in den Kommentaren geschriehen wird das kein Geld für so nen Scheiss ausgegeben werden soll.
Aber greifen wir doch den Vorschlag auf von Hern Bajóhr und erhöhen die Grundsteuer auf über 1200 Punkte damit die hier lebenden wissen wofür sie zahlen. Dann ist auch für dich DDT eine 1a Strasse drinn.
lol
22:02
Jetzt rächt es sich, dass in den letzten Jahren in vielen Städten und Gemeinden die Straßen und Gehwege häufig nur notdürftig instandgehalten wurden. Sei es aus Geldmangel oder anderen Gründen. Wenn ich als Eigenheimbesitzer an meinem sanierungsbedürftigem Dach immer nur Flickschusterei betreibe, darf ich mich nicht wundern, das letztendlich das ganze Haus zum Sanierungsfall wird.
Deshalb verstehe ich nicht warum verantwortliche Politiker in den Städten und Gemeinden
in ihrem Job anders handeln, als sie es als Privatmann und häufig auch als Hausbesitzer tun würden. In diesem Fall wissen die meisten wie sie vorgehen müssen. Aber in ihrem Job....,
es ist schon seltsam.