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Rezension

Überleben im Versteck – wider das Vergessen

15.11.2011 | 17:25 Uhr

Hagen.   Mit dem Buch „Zu keinem ein Wort – Überleben im Versteck“ erzählt Cilly Levitus-Peiser mit Hilfe des Autors Lutz van Dijk ihre Geschichte.

Mit dem Buch „Zu keinem ein Wort – Überleben im Versteck“ erzählt Cilly Levitus-Peiser mit Hilfe des Autors Lutz van Dijk ihre Geschichte.

Cilly ist gerade erst sieben und lebt in Deutschland, als Hitler an die Macht kommt. Nach und nach beginnt sich ihr Leben zu verändern, zunächst langsam, doch dann immer schneller. Cilly stammt aus einer jüdischen Familie und lebt in Frankfurt. Für die jüdischen Kinder wird das Leben in der Stadt immer gefährlicher, doch der Mutter gelingt es für Cilly und ihre kleine Schwester Jutta einen Platz auf einem Kindertransport nach Amsterdam zu ergattern. Ohne Eltern und die ältere Schwester Hanna ist die selber noch junge Cilly von nun an verantwortlich für sich und Jutta. Angekommen in Amsterdam werden die beiden in einem Waisenhaus aufgenommen.

Doch auch in Holland droht mit Beginn des Zweiten Weltkriegs Gefahr. Es beginnt das gleiche Übel, vor dem Cilly und Jutta aus Deutschland geflohen sind: Immer mehr Juden werden in die Vernichtungslager deportiert. Cilly, die schnell erwachsen werden musste und eine Ausbildung in einer jüdischen Kinderkrippe macht, erkennt die Gefahr in der sich erneut alle befinden. Sie muss untertauchen. Cilly gelingt es mit Hilfe vieler mutiger Menschen sich und Jutta immer wieder im letzten Moment zu retten.

In „Zu keinem ein Wort“ werden die vielen abenteuerlichen Stationen aus dem Leben der Cilly Levitus-Peiser erzählt: Eine packende, berührende Geschichte. Besonders fesselnd an dem Buch ist die Tatsache, dass es keineswegs eine erfundene Geschichte ist. Cilly Levitus-Peiser hat alles, was in dem Buch geschrieben steht, tatsächlich erlebt. Das ist bedrückend, aber dennoch etwas ganz besonderes ist. Mit diesem Buch und der Hilfe Lutz van Djik gelang es Cilly zum ersten Mal, richtig über ihre Erlebnisse und ihre Geschichte zu sprechen, was für sie eine große Erleichterung bedeutet. Ein empfehlenswertes Buch, das zwar keine leichte Kost ist, jedoch auf packende Weise auch junge Leser dazu bewegt, die Geschichte nicht zu vergessen.

Von Laura Baer

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