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Baby geschüttelt und...

Überforderte Mutter nicht bestraft

10.11.2009 | 19:09 Uhr

Hagen. Ohne Strafe kam eine 19-jährige, überforderte Mutter davon, die ihr drei Wochen altes Baby geschüttelt und dabei so schwer verletzt hatte, dass es mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Hagen. Als die Rettungssanitäter am 24. Juni den drei Wochen alten Säugling ins Allgemeine Krankenhaus (AKH) einlieferten, schien den Ärzten klar: Das bläulich verfärbte Baby war der Mutter nicht - wie diese behauptete - beim Baden aus der Hand gerutscht. Es sah ganz nach Misshandlung aus.

Der kleine Adrian war eigentlich ein Wunschkind für die 19-jährige Frau, die vor sieben Jahren aus Russland übersiedelte und so wirkt, als sei sie selbst noch nicht erwachsen. Vom Kindesvater allein gelassen, einsam in den eigenen vier Wänden, dazu mit einem frisch geborenen Säugling hilflos überfordert - niemand weiß, welches Drama sich damals in der kleinen Wohnung in Boele abgespielt hat.

Kind wirkte blass, zittrig und krank"

„Das Kind wirkte blass, zittrig und krank”, sagt AKH-Kinderarzt Dr. Wolfgang Schäfer (52), der das lauthals schreiende Bündel, das mit Blaulicht gebracht worden war, untersuchte: „Kein gesundes Baby.” Der Mediziner sitzt auf dem Zeugenstuhl im Prozess vor dem Jugendschöffengericht. Dort ist die Mutter wegen gefährlicher Körperverletzung an dem Säugling angeklagt.

Aufgefallen seien ihm zunächst die „strichartigen Fingerspuren” über den Augen des Babys. Die aufgeregte Mutter hatte dazu erklärt, sie sei mit Adrian im Arm im Badezimmer ausgerutscht, hätte den Winzling noch halten können. Als sein Köpfchen im Sturz gegen die Wannenwand prallte, wäre ihre Hand noch dazwischen gewesen.

Mutter wollte Säugling nicht anfassen

Ärztin Dorothee Schlich (31) fiel auf: „Als das Kind zur Untersuchung ausgezogen werden sollte, wollte die Mutter ihr Baby nicht anfassen.” Vielleicht auch, weil sie Angst vor der Wahrheit hatte. Der Befund: Einblutungen in der Netzhaut, im Klein- und Großhirn, Blutsicheln unter der Schädeldecke. Alles sprach für ein Schütteltrauma.

Die Mutter, in Tränen aufgelöst: Adrian habe Blähungen gehabt, unaufhörlich geschrien. Plötzlich hätte seine Atmung ausgesetzt. In Panik habe sie ihn kurz geschüttelt. Dabei hätte er sich „überstreckt”, sei blau angelaufen.

"Einfach nur panisch"

Verteidiger Lutz Mollenkott: „Die Frau war einfach nur panisch, aber sie wollte ihrem Baby keinen Schaden zufügen.” Seit dem Vorfall werden Kind und Mutter in einer Hilfseinrichtung betreut.

Das Gericht befand sie einer Körperverletzung für schuldig, sah jedoch von Bestrafung ab. Richter Andreas Dittert: „Wir haben die Mutter angewiesen, dass sie vorerst mit dem Kind in der Einrichtung bleibt.”

Helmut Ullrich

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Kommentare
19.11.2009
17:51
Überforderte Mutter nicht bestraft
von ftp | #9

liebe sandra, wenn man von sachen keine ahnung hat, sollte man sich entweder informieren oder schlicht die unmündige klappe halten...

asb / bsd haben im jugendamt bis zu 120 fälle in nrw pro sachbearbeiter. und dies sind allein die gemeldeten. wenn du was verändern willst schimpf auf die politik, die die ach so wichtigen kinder überforderungsstuationen der ja-arbeiter gegenüberstellt. aber da würdst das für1.300 netto, 50 stunden die woche alles besser machen...

pfeiffe, get a life.

19.11.2009
17:16
Überforderte Mutter nicht bestraft
von Chur | #8

Sehr bedauerlicher vorfall. Ebenfalls bedauerlich ist die Tatsache, dass anscheinend viele junge frauen tatsächlich glauben, ein 18 bis 20 jähriger wolle tatsächlich eine Familie mit ihnen gründen. So langsam sollte es sich doch auch rumgesprochen haben, das frau auch mit mitte 30 noch kinder bekommen kann. Was sie jedoch nicht kann ist, erstmal kinder zu ausprobieren zu bekommen und diese bei mißfallen wieder zurückzugeben.

12.11.2009
09:03
Überforderte Mutter nicht bestraft
von Sandra12 | #7

:-)) Nee ist klar, erst mal eine Tüte deutsche Rechtschreibung kaufen bitte...Dann nochmal versuchen auf das Niveaulose der Kommentare hinweisen....

11.11.2009
20:06
Blockierter Kommentar.
von Kaputtschino | #6

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11.11.2009
18:05
Überforderte Mutter nicht bestraft
von SylviaFeeWadehn | #5

Die Nivealohsigkeit der beiden oben stehenden Komentahre spricht führ sich!!

11.11.2009
15:35
Überforderte Mutter nicht bestraft
von Sandra12 | #4

Äh, wie hieß noch mal das Amt, welches bei so jungen Müttern helfender Weise beobachtet???????????? Ach ja..... JUGENDAMT....... Na, wo war es denn dieses mal..???

11.11.2009
13:28
Überforderte Mutter nicht bestraft
von karlheinz55 | #3

ach ja, schön das man zum führen eines kraftfahrzeuges einen führerschein benötigt.
ja sogar zum führen einiger hunderassen.

aber kinder kann jeder (weibliche) vollidiot in die welt setzen.

wobei ich einsehe, das der vater auch nicht ganz unschuldig ist.

aber für das problem wird es wohl keine lösung geben.

schön das wenigstens die behörden mit diesem fall sensibel umgehen. und wenn das kind dann 15-16 ist kann es ja in der u-bahn ältere menschen zusammentreten.

10.11.2009
21:17
Blockierter Kommentar.
von Hans_Otto | #2

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10.11.2009
20:00
Blockierter Kommentar.
von hageninside | #1

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