Tunnelöffnung rückt Bahnhof in den Mittelpunkt

Eckesey..  In der Wahrnehmung der Hagener spielten die Flächen zwischen Hauptbahnhof und Philippshöhe – in der Sprache der Planer wird das Quartier „Westside Hbf“ genannt – über Jahrzehnte nie eine besondere Rolle. Doch durch die Aufgabe der gewaltigen Paketpost-Anlagen, die zum Teil sogar die Ennepe überdeckten, sowie das Aus verschiedener Gewerbebetriebe eröffnet sich die Chance, hier einen hochwertigen Büro- und Dienstleistungsstandort oder gar einen Hotelkomplex zu entwickeln. „Daher werbe ich auch permanent dafür, sich die notwendige Zeit mit der Ansiedlung zu lassen und die Flächen nicht dem erstbesten Logistiker anzubieten“, setzt Hagens Planungsdezernent Thomas Grothe an dieser neuralgischen Stelle vor allem auf Qualität.

Gleistunnel wird geöffnet

Neben der Anbindung der Grundstücke über die Bahnhofshinterfahrung macht vor allem die direkte Nähe zum Hauptbahnhof und damit auch zur Innenstadt das Areal attraktiv. Daher kümmert sich die Stadt aktuell mit Nachdruck darum, den bestehenden Gleistunnel (siehe Grafik) zu verlängern und zur Westseite hin zu öffnen. Damit könnte wiederum die düstere Werdestraße-Unterführung, einer der ungeliebtesten Angsträume der Stadt und im Besitz der Bahn AG, aufgegeben werden. Eine städtische Millionen-Investition, die aber den Schlüssel liefert, um den Hagener Hauptbahnhof aus einer Randlage plötzlich in den Mittelpunkt zu rücken.

Und es eröffnen sich noch weitere Optionen: Neben dem verbliebenen Backsteinbau der Firma Bauer & Schauerte am Fuße der Philippshöhe liegt am Zusammenfluss von Ennepe und Volme noch ein Areal, auf das das angrenzende Werk von Prevent/TWB die erste Option hat. Doch inzwischen ist davon auszugehen, dass das Unternehmen diese Karte nicht zieht. Die spannende Lage dieses keilförmigen, von zwei Flüssen umsäumten Grundstücks zwischen bewaldetem Hang und zentralen Verkehrswegen dürfte die Fantasie von Investoren anregen . . .