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Finanzamt Hagen

Tricksereien bleiben im Filter hängen

28.12.2009 | 18:05 Uhr
Tricksereien bleiben im Filter hängen

Hagen. Hilfreich wäre eine lesbare Schrift schon. „Aber der Scanner wird mit nahezu jedem Problem fertig”, beschreibt der Fachmann im Hagener Finanzamt, Frank Schulte-Hoeppe, die graphologischen Künste des neuen Geräts.

Und dabei handelt es sich keineswegs nur um eine technische Neuerung für die Mitarbeiter. „Denn im Prinzip bekommt jeder Steuerbürger damit zu tun”, betont Behördenleiter Wilhelm Brandt.

"Elster"-Online-Variante

Zumindest alle jene, die ihre Steuererklärung noch auf herkömmliche Weise ausfüllen und sich nicht der „Elster”-Online-Variante bedienen. „Und das sind immer noch die meisten Hagener”, weiß der Amtschef. Etwa 80 Prozent der Steuerzahler füllen noch die üblichen Formulare aus. Und stecken sie in den Briefkasten oder geben sie persönlich im Finanzamt ab.

Finanzamt Hagen: Wilhelm Brandt (Leiter des Amtes) und Frak Schulte-Hoeppe (links)

„Das geht auch weiterhin”, versichert Karen Junge, u.a. für den Bürgerservice im Amt verantwortlich. „Aber eine direkte Bearbeitung der Steuererklärung im Bürgerbüro ist ab Januar nicht mehr möglich.” Grund: Die Eintragungen auf den Formularen werden von den Mitarbeitern des Finanzamts dann nicht mehr per Hand in den PC eingegeben, sondern das Formular wird gescannt. Die abschließende Bearbeitung erfolgt also nicht mehr an Ort und Stelle, Belege können nicht in jedem Fall sofort wieder mitgenommen werden.

Risikofilter

Zeitverzögerungen bei der Erstattung erwartet Karen Junge durch das neue Verfahren nicht unbedingt. Allerdings durchlaufen künftig alle Erklärungen den sogenannten Risikofilter, d.h., nicht mehr nur die „Elster”-Erklärungen. Und für alle Fälle, die der Rechner als risikobehaftet einstuft, kann sich die Bearbeitungszeit deutlich erhöhen. Denn nicht nur bei offensichtlichen Tricksereien schlägt das Filtersystem Alarm, auch wenn Eintragungen nicht ganz plausibel sind, kann es zu zeitverzögernden Nachfragen kommen. „In risikoarmen Fällen haben die Bürger aber im Schnitt nach vier Wochen ihren Steuerbescheid”, versichert Karen Junge.

Mittwochs  geschlossen

Und noch etwas wird sich im Januar für die Hagener Steuerbürger ändern: Das Bürgerbüro im Finanzamt bleibt mittwochs geschlossen. Als Grund nennt Behördenleiter Wilhelm Brandt u.a. den Stellenabbau in der Finanzverwaltung. Der publikumsfreie Mittwoch soll zur Aufarbeitung schwierigerer Fälle genutzt werden. Vordrucke gibt's aber auch weiterhin mittwochs an der Pforte.

Reinhard Kolwe

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Kommentare
29.12.2009
21:54
Tricksereien bleiben im Filter hängen
von Hagen =Nein Danke | #3

Na ja, als Rot-Grün an der Macht war wurde auc<h nichts gescheites vollbracht.

29.12.2009
12:01
Tricksereien bleiben im Filter hängen
von erbsenzaehler | #2

Anstatt hier auf den Steuererklärungen der einfachen Leute herumzureiten, sollten die Länder mehr Personal für Betriebsprüfungen zur Verfügung stellen.

Denn hier wird, im großen wie im kleinen, beschissen das die Schwarte kracht!

Weiterhin sollte das deutsche Steuerrecht nach Vorlage des Prof. Paul Kirchhoff neu aufgestellt werden. Aber dies würde ja die Klientel der CDU/CSU/FDP-Regierung treffen. Also wird dies leider nichts.

Nun ja. Ein sinnloser Artikel mehr.

Glück auf !

28.12.2009
22:01
Tricksereien bleiben im Filter hängen
von fjw | #1

Hoffentlich hilft dieser Filter auch bei der Steuerklärung der Frau Bäckereibesitzerin E. Sie hat ja lt. Gerichtsurteil ein sehr geringes Einkommen.

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