Top und Flop bei Sauna-Angeboten im Lennebad

Manuela Dietrich und Stefan Kudjerski beim Saunatag im Lennebad.
Manuela Dietrich und Stefan Kudjerski beim Saunatag im Lennebad.
Foto: WP

Hohenlimburg..  Top und Flop – von zwei Sauna-Veranstaltungen an einem Tag funktionierte im Richard-Römer-Lennebad letztlich nur eine. Während Manuela Dietrich vom Förderverein des Bades am Nachmittag zur regulären Saunazeit mit ihren Erlebnisaufgüssen unter dem Motto „Japanisches Kirschblütenfest“ wie gewohnt reichlich Publikum in den Schwitzkasten lockte, gab’s bei der ersten großen Saunanacht von Betreiber HagenBad nur einen einzigen Gast: Fördervereins-Vorsitzender Frank Schmidt fühlte sich wie der Hauptdarsteller des Theaterstücks „Allein in der Sauna“.

„Dabei hatten sich die Hagenbad-Mitarbeiter Bernd Vogt und Stefan Kudjerski richtig Mühe gegeben. In der Schwimmhalle sorgten Leuchtbälle und Kerzen für ein besonders illuminiertes Schwimmerlebnis, und im Saunabereich gab es mehr als nur fruchtige Überraschungen. Da wurde sogar auf dem Saunaofen erhitzte Fleischwurst als Köstlichkeit gereicht“, zeigte sich Frank Schmidt begeistert.

Warum die Veranstaltung dennoch floppte, liegt für den 50-jährigen Ratsherrn und Bezirksvertreter (BfHo) auf der Hand.

„Termine stehen seit langem fest“

„Die Termine von Manuela Dietrich stehen seit langem fest. Warum man dann die Saunanacht auf einen ihrer Erlebnistage legt, ist mir schleierhaft“, wundert sich Schmidt: „Es ist doch klar, dass sich beide Veranstaltungen an das gleiche Publikum richten und sich gegenseitig die Gäste streitig machen. Während Manuelas Termine seit langem im Bad aushängen, erfuhren die heimischen Saunafreunde zudem erst kurzfristig von der ersten Saunanacht.“

Und darin, so der Fördervereinsvorsitzende, liege denn auch der noch größere Organisationsfehler von HagenBad – in der „absolut ungenügenden Werbung“ für die Veranstaltung. So trafen die Plakate zur Ankündigung der Saunanacht erst drei Tage vor der Veranstaltung im Richard-Römer-Lennebad ein. „Wenn man den Erfolg eines an sich tollen neuen Angebots wünscht, dann lädt man außerdem zeitig vor der Premiere zu einer nicht alltäglichen Pressekonferenz in die Sauna ein“, meint Schmidt.Letztlich machten Mitarbeiter und Sologast das Beste aus dem Abend, und Manuela Dietrich gesellte sich nach ihrer Schicht zu dem Herrentrio. Zwischendurch durfte sich Schmidt sogar an einem Gästeaufguss versuchen. „Das hat Spaß gemacht“, hätte der ehrenamtliche Rettungsschwimmer durchaus Verständnis gehabt, wenn die Saunanacht angesichts der fehlenden Resonanz frühzeitig beendet worden wäre: „Die beiden Mitarbeiter haben sich jedoch genau so engagiert, als wenn die Hütte voll gewesen wäre.“

Hoffnung auf neuen Anlauf

Schmidt hofft deshalb auf einen neuen Anlauf – ohne Termindoppelung, dafür aber mit professioneller Werbung und einem Anmeldeverfahren: „Dann wissen die Organisatoren im Vorfeld, woran sie sind.“