Tonnen von Müll auf Spielplätzen in Hagen eingesammelt

Ein unrühmliches Beispiel: Der Spielplatz an der Pelmkestraße ist immer wieder mit Müll übersät. Auch das beliebte Trampolin muss mehrfach jährlich repariert werden.
Ein unrühmliches Beispiel: Der Spielplatz an der Pelmkestraße ist immer wieder mit Müll übersät. Auch das beliebte Trampolin muss mehrfach jährlich repariert werden.
Foto: WP Michael Kleinrensing
Was wir bereits wissen
Tonnen von Müll müssen jährlich von den 118 Spiel- und 47 Bolzplätzen in Hagen eingesammelt werden. Die Stadt hofft, dass sich mehr ehrenamtliche Spielplatzpaten finden.

Hagen.. Die Zahl ist beeindruckend und erschreckend zugleich. Rund 60 Tonnen Müll sammelt der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) Jahr für Jahr auf den 118 Spielplätzen, 47 Bolzplätzen und den Grünanlagen in Hagen ein. Ob Mülltüten, Flaschen oder nicht mehr gebrauchte Wohnmöbel – die Kinderplätze sind längst zu einem beliebten „Wegwerf-Areal“ geworden. „Das Problem fängt schon im Elternhaus an“, sagt Thomas Becker vom WBH, „viele Zeitgenossen haben nie gelernt, wie man den Müll fachgerecht entsorgt.“ Und machen damit Becker und seinem Team unnötig viel Arbeit.

Zum Teil tägliche Reinigung

Vier Mitarbeiter vom Wirtschaftbetrieb sind ausnahmslos damit beschäftigt, die Spiel- und Bolzplätze sowie die Grünanlagen sauber zu halten und Reparaturen vorzunehmen. Der kleine Park und angrenzende Spielplatz am Volkspark werden dabei täglich gesäubert, kleinere Spielplätze mit geringerer Anlaufzahl werden nur ein bis zwei Mal in der Woche gereinigt. „Das kommt halt ganz auf die Nutzung an“, sagt Becker.

Pro Jahr müssen die vier Mitarbeiter vom WBH um die 600 Reparaturen auf den Spielplätzen vornehmen. „Manchmal müssen sie nur einfache Bretter ersetzen, teilweise aber auch ganze Spielgeräte austauschen“, erklärt Becker. Ein gutes Beispiel ist das Trampolin auf dem Spielplatz an der Pelmke. Dieses Jahr musste das beliebte Hüpfgerät schon drei Mal instand gesetzt werden.

Arbeit für das soziale Miteinander

Um den Verschmutzungen ein Stück weit zuvorzukommen, wirbt das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Hagen um sogenannte Spielplatzpaten, die sich ehrenamtlich für den Erhalt der Plätze einsetzen. In Hagen gibt es zurzeit rund 30 dieser Paten. „Einige von ihnen bieten ganze Spielfeste an. Andere melden sich einfach nur, wenn sie Mängel auf einem Spielplatz ausgemacht haben. Und andere legen selbst Hand an“, zählt Gabriele Schwanke vom Fachbereich Jugend und Soziales die Aufgaben der Spielplatzschützer auf.

Die Ehrenamtlichen nehmen dafür sogar zwei Mal jährlich an Fortbildungen zu pädagogischen und rechtlichen Themen teil. „Diese Arbeit ist für das soziale Miteinander sehr wichtig“, ist Schwanke froh über jede helfende Hand. Die kleinen Kinder sollen ja auch mit Spaß und ohne Ekel und Verletzungsgefahr das Toben auf den Hagener Spielplätzen und Grünanlagen genießen.