Titelverteidigung des SV Hohenlimburg steht in den Sternen

Hohenlimburg..  Drei heimische Fußball-Teams steigen am heutigen Samstag bei den Hallenkreismeisterschaften in der Ischelandhalle ein – vormals bekannt als Berlet-Hallenmasters. Landesligist SV Hohenlimburg 1910, Bezirksligist SC Berchum/Garenfeld sowie A-Ligist TSK Hohenlimburg.

Die Zehner sind Titelverteidiger, aber Cheftrainer Roman Reichel (Foto) muss tief stapeln. „Mit Kunkel, Kerefidis, Amaral und Winkler fehlen uns exzellente Hallenspieler.“ Aufgrund von Blessuren und Verletzungsanfälligkeiten muss Reichel seine Akteure schonen, die Meisterschaft geht nun mal vor. So ist der Trainer realistisch: „Wir wollen uns natürlich so gut wie möglich verkaufen, aber für den Titel kommen andere Teams in Frage.“ So sieht er TuS Ennepetal und FC Wetter als Turnierfavoriten.

Erstmalig werden die Hallenkreismeisterschaften nach Futsal-Regeln gespielt – was bedeutet, dass der Ball etwas kleiner und schwerer ist, der Ball nicht mehr eingerollt, sondern eingekickt wird sowie das Grätschen in den Mann verboten ist. Jedoch müssen Standardsituationen nicht wie beim Futsal innerhalb von vier Sekunden ausgeführt werden. „Davon versprechen wir uns mehr Attraktivität im Hallenfußball“, so Hagens Kreisvorsitzender Peter Alexander in einem Interview.

Für die Fußballer eine gewaltige Umstellung, denn bei den Vorbereitungs- und Qualifikationsturnieren sind die Futsal-Regeln bislang nicht angewandt worden. Roman Reichel sieht dem mit gemischten Gefühlen entgegen, zumal Futsal eine eigene Sportart ist. „Sinn und Zweck des Ganzen lasse ich mal dahingestellt.“

Neben Dominique da Costa im Tor werden Kai Forin, Mercan Türkyilmaz, Robin Tech, Eduardo Ribeiro, Saffet Davulcu, Samuel Schlummer und Leonardo Fazio spielen. Auch der Neuzugang Faton Rrusta wird dabei sein. „Er ist flexibel einsetzbar im defensiven Bereich und auf der Sechs und passt charakterlich zur Mannschaft“, freut sich Roman Reichel über seine Verstärkung – wohl wissend, dass mit Serdar Demirel, Dogan Okumak und Djaniny Tavares drei Stürmer den Verein verlassen haben.

„Der sportliche Leiter Alfredo Pais ist auf der Suche nach offensiven Kräften, aber wir werden nicht mit einer Kurzschlussreaktion Spieler verpflichten. Ich möchte Qualität haben. Zur Not werden wir erst im Sommer reagieren“, so Roman Reichel. Die Lücken werden entweder mit Ergänzungen aus der Reserve oder mit dem eigenen Kader gefüllt. „Die drei waren zuletzt nur Ergänzungsspieler, weil sie kaum mehr trainieren konnten“, so Reichel.

Die Zehner steigen heute um 17.30 Uhr ins Turnier mit der Partie gegen die SpVg Linderhausen ein. Weitere Gegner: TSG Herdecke (18 Uhr), TuS Esborn (18.30 Uhr), BW Voerde (19.30 Uhr), Al Seddiq Hagen (20.30 Uhr).

„Ich bin froh, dass die Hallensaison zu Ende ist. Zum Abschluss werden wir in der Ischelandhalle ein ordentliches Team stellen“, verspricht Frank Henes, Trainer des SC Berchum/Garenfeld. Sein Team hat es mit TSG Sprockhövel (11.35 Uhr), TSK Hohenlimburg (12.05 Uhr), SpVg Hagen 11 (12.35 Uhr) und Polizei Hagen (13.20 Uhr) zu tun.

„Gewisse Futsal-Regeln sind okay, aber man muss es nicht übertreiben“, so Frank Henes. Bei den Schwerter Stadtmeisterschaften hat der SC auch nach Futsal-Regeln spielen müssen. Bei der „Grätsche“ war die Auslegung der Schiedsrichter unterschiedlich. So wurde ein SC-Akteur bestraft, weil er sich in einen Schuss geworfen hat. Hier müssten die Unparteiischen sich einig sein, dass eine Grätsche nur dann gepfiffen wird, wenn sie Richtung Gegenspieler geht.

Der TSK Hohenlimburg geht in der gleichen Truppe auf Torejagd, ist gegen die höherklassigen Vereine allerdings nur Außenseiter. Die Elf von Trainer Selahattin Bas spielt gegen SpVg Hagen 11 (11.20 Uhr), SC Berchum/Garenfeld (12.05 Uhr), Polizei Hagen (12.50 Uhr) und TSG Sprockhövel (13.35 Uhr).