Tim Husung: „Auftritt mit den Scorpions“

Tim Husung alias Lee Stingray  (2v.re.) tritt mit Dirk Schönfeld (links) am Freitag im Werkhof auf.
Tim Husung alias Lee Stingray (2v.re.) tritt mit Dirk Schönfeld (links) am Freitag im Werkhof auf.
Foto: WP

Hohenlimburg..  Das Werkhof-Kulturzentrum feiert am morgigen Freitagabend den ersten Höhepunkt des Jahres. „John Diva & The Rockets of Love“, angekündigt als Erfolgsband aus Kalifornien, gastiert in der Katakombe und wird die Rockära der 1980er Jahre mit einer ausgefeilten Show wieder aufleben lassen. Zum Ensemble der Band gehört zusätzlich zu Dirk Schönfeld (Gitarre) auch der Hohenlimburger Ausnahmeschlagzeuger Tim Husung, alias Lee Stingray jr.. Im Gespräch mit dieser Zeitung spricht er über den Bezug zu seiner Heimat, seine internationale Karriere und seine Zukunftspläne.

Frage: Es ist einige Zeit vergangen, seit Sie das letzte Mal in Hohenlimburg getrommelt haben. Inzwischen sind Sie weltweit aktiv. Mit welchen Bands und wo?

Tim Husung: Zur Zeit spiele ich vor allem mit den Bands „Beasto Blanco“, „John Diva“ und „Voodoo Circle“. Bei Beasto Blanco spielt auch der ehemalige Bassist von Alice Cooper mit. Wir sind in Europa und der ganzen Welt unterwegs. Mit „Voodoo Circle“ haben wir als Special Guests bei der Tournee von Uriah Heep gespielt. Das war eine feine Sache.

Was bedeutet es für Sie, wieder in der Heimat zu spielen?

Ich bin zwar in der ganzen Welt unterwegs, wohne aber jetzt erst einmal wieder in Hohenlimburg, weil ich hier meine Wurzeln habe und ich meine Heimat sehr mag. Daher ist es für mich auch etwas Besonderes, wieder hier zu sein. Ich liebe es, in der Heimat zu spielen, aber genauso brauche ich den Kontrast, wenn ich durch die Welt toure.

Bleiben Sie Ihrer Heimat nun treu? Was sind ihre Zukunftspläne?

Ich habe wieder angefangen, privat Schlagzeugunterricht in Düsseldorf und auch in Hagen zu geben. Daher werde ich immer wieder vor Ort sein. Vorläufig aber nur dienstags, weil ich an allen anderen Tagen unterwegs bin. Im Februar werde ich mit Voodoo Circle in Spanien touren. Und es stehen einige weitere Projekte an, über die ich noch nicht reden kann. Mein wichtigstes Ziel ist, die eigene Musik an den Start zu bringen. Ich nehme zur Zeit mein eigenes Album auf, wobei ich jedes Instrument selber spiele und teilweise auch singe. Einige Gäste sind auch dabei. Die Veröffentlichung wird sich aber durch Touraktivitäten bis zum Sommer hinziehen.

Das klingt nach musikalischer Champions League. Im Sommer spielt John Diva mit den legendären „Scorpions“. Was ist aus Trommlerperspektive gewaltiger - „Uriah Heep“ oder die „Scorpions“?

Beides ist eine feine Sache. Man kann das nicht ganz vergleichen. Bei den Scorpions sind wir mit John Diva Eröffnungsband, und bei Uriah Heep waren wir drei Wochen Special Guest. Ich bin bei „Lady in Black“ auf die Bühne eingeladen worden und habe zusammen mit dem Uriah-Heep-Schlagzeuger Russell Gilbrook getrommelt. Beides ist cool. Die Scorpions beziehungsweise Klaus Meine und Rudolf Schenker habe ich schon vor Jahren bei einem Bühnenjubiläum von Doro Pesch im ausverkauften ISS-Dome in Düsseldorf kennengelernt.