Tierheim: Spenden für artgerechte Verbesserung
19.04.2011 | 17:29 Uhr 2011-04-19T17:29:00+0200
Der Hagener Tierschutzverein wird sich jetzt doch mit der vollen Spendensumme von 525.000 Euro an der Errichtung des neuen Tierheims an der Hasselstraße beteiligen. Das hat nach dreistündiger Debatte mit nur einer Gegenstimme eine außerordentliche Mitgliederversammlung entschieden.
„Mit unseren Mitteln möchten wir dafür sorgen, dass die spartanische Ausgestaltung doch noch art- und tierschutzgerecht erfolgt“, erläutert Vorsitzende Ursula Kalhöfer-Sander das Votum.
„Mit langen Zähnen“ blickt die Vereinsvorsitzende trotz der breiten Rückendeckung durch die Mitglieder auf die kommenden Wochen: „Wir können letztlich nur noch versuchen, mit unserer Mitteln zu optimieren, was noch so eben geht – das ist ja letztlich auch die originäre Aufgabe eines Tierschutzvereins. Ob das jetzt aber noch das Tierheim ist, für das wir einst bei den Bürgern gesammelt haben, sei jetzt mal dahingestellt.“
Abgefunden haben sich die Tierschützer mit der geänderten Planung – sowohl was den Standort als auch was die abgespeckten Materialstandards angeht. Qualitative Apropos sollen aus der Planung, die zwar den gesetzlichen Anforderungen, aber deswegen noch lange nicht den Vorstellungen der Tierschützer entspricht, jetzt eine artgerechte Anlage machen. So könnten die Spendenmittel dazu dienen, die Beton-Hundestuben mit Epoxidharz-Anstrich, die eher Bunkercharme versprühen, mit Be- und Entlüftungs- sowie Entfeuchtungstechnik auszustatten, um optimaleres Raumklima zu schaffen. Die Ausläufe für Hunde sollen wesentlich vergrößert und durch Gruppenausläufe ergänzt werden. Auch bei den frei lebenden Katzen könnte es durch das Umsetzen vorhandener Häuschen sowie einen Freiauslauf Verbesserungen geben.
Freiauslauf für Kaninchen und Meerschweinchen
„Außerdem möchten wir Raum für Nutztiere schaffen“, kritisiert Kalhöfer-Sander, dass dieser Bereich völlig ausgeklammert wurde. Zudem möchten die Tierschützer das weggesparte Kleintierhaus mit Voliere (100 Quadratmeter) mit einem Freiauslauf für Kaninchen und Meerschweinchen realisieren. „Auch der Hundeplatz muss wieder hergerichtet werden, damit wir die Ausbildung der Tiere vorantreiben können und potenzielle Interessierte die Chance erhalten, sich auch mal in Ruhe mit einem Hund zu beschäftigen“, so die Vereinsvorsitzende.
Baulich soll obendrein an die Hundestuben ein abgeschlossener Nachtauslauf angesetzt werden, damit die Tiere auch nach 22 Uhr außerhalb der Wohnstuben ihr Geschäft verrichten können. Außerdem möchte der Verein die lediglich auf 16 Grad ausgelegte Heizungsanlage durch ein deutlich leistungsstärkeres Aggregat ersetzen.
„Jetzt gilt es zunächst einmal, diese Kosten zu ermitteln und eine entsprechende Prioritätenliste zu erstellen“, will Kalhöfer-Sander den fortschreitenden Planungsprozess eng begleiten. Erst wenn das Tischtuch mit der Stadt wieder zu zerreißen droht, muss der Vorstand für seine weitere Vorgehensweise sich ein neues Mandat von den Mitgliedern holen.
Die Stadt Hagen geht weiterhin davon aus, dass die Mittel aus dem Konjunkturpaket II bis Oktober verbaut und dann auch bis zum Jahresende fristgerecht abgerechnet werden können. Die Eröffnung des Tierheims soll dann im Frühjahr 2012 erfolgen.
21:09
Auch ich bin sicher, dass die Herren Dehm, Grothe und Konsorten bereits über weiteren Planungen brüten, damit der Bau ja nicht realisiert wird und die 1,5 Mio´s woanders verquast werden können.
11:57
@#7: In diesem Fall findet man in Hagen, bestimmt einen anderen Verwendungszweck, für die 1,5 Mio., aus dem K-II-Paket. Am Kunsquartier muss, beispielsweise noch jede Menge Pfusch beseitigt werden. Ich bin sicher, daß die Herren Grothe und Dehm, einen Weg finden werden, das Geld entprechend umzuleiten.
11:30
Das wird doch eh nichts mehr.
Jetzt müssen also (mal wieder) Kosten ermittelt werden.
Ich erinnere daran, daß das Tierheim von städtischer Seite aus Mitteln des K-II-Pakets finanziert werden sollte. Diese müssen bis zum Ende diesen Jahres verbaut und abgerechnet sein.
Wie soll das funktionieren?
Auf Seite der Stadt ein Herr Grothe als Garant für tolle Planungen und hier ein Tierschutzverein (dessen Vorsitzende meiner persönlichen Meinung nach ein Profilierungsproblem hat), der immer wieder mit Forderungen und angeblichen Lösungen aufwartet.
Bis sich diese beiden Parteien geeinigt haben, ist das Thema durch Zeitablauf erledigt, da die Stadt dann keine Mittel mehr hat.
Glück auf!
14:41
Was ist mit dem Museum?
11:15
@#4: Gab es eine Zeit, in der ein Besuch im Hagener Tierheim, angenehm war?
Mein letzter Besuch, im jetzigen Hagener Tierheim, am Kratzkopf, liegt ca. 3 Jahre zurück. Damals habe ich von dort, meine beiden Kater geholt. An dieser Stelle ein Querverweis, auf #2. Ein Exemplar, der Bestie Mensch, hatte die beiden Tiere, beim Umzug, in der leergeräumten Wohnung zurückgelassen.
Die Bruchbude am Kratzkopf war schon damals, in einem katastrophalen Zustand.
Außerdem war das Tierheim, restlos überfüllt. Es handelte sich jedoch nicht nur um Mischlinge, die von verwilderten Tieren stammten. Im Tierheim sitzen auch Rassetiere, für die Züchter eine Menge Geld bekommen haben. Eines der Tiere, die ich von dort mitgenommen habe, ist eine reinrassige norwegische Waldkatze. Züchter nehmen für Katzenwelpen dieser Rasse, dreistellige Beträge. Ein Zuchtverbot, vor allem für Tiere ohne Papiere, könnte dieser Katzenschwemme entgegen wirken.
Ich bin erleichert, dass dieses Tierheim, endlich gebaut wird. Lange genaug hat es ja gedauert, bis Geld, aus dem Konjunkturpaket II, diesen Neubau ermöglicht hat. Vor allem, wenn man bedenkt, wie viele Millionen, für andere Großprojekte, in Hagen, ohne wenn und aber verplempert wurden und noch verplempert werden.
08:46
Ich wünsche, dass der Bau endlich realisiert wird, damit ein Besuch im Hagener Tierheim auch mal wieder angenehm wird.
06:17
na bitte, geht doch...
23:53
@ Volmespatz:
Die Bestie Mensch ist daran schuld, dass es überhaupt Tierheime gibt.Daher ist dieses Thema nie überflüssig!!!
19:45
Gibt es eigentlich auch noch ein anderes Thema als das Tierheim?