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Three Faces: Ein Abend, vier Premieren

05.03.2009 | 19:33 Uhr
Three Faces: Ein Abend, vier Premieren

Vier Premieren an einem Abend erleben Besucher des Ballettabends „Three Faces” am Samstag um 19.30 Uhr im Theater: Drei Choreographien und eine Komposition werden erstmalig auf die Bühne gebracht.

Diese Produktion ist etwas ganz Besonderes für das Hagener Ballettensemble: Drei Choreographen erarbeiteten in den vergangenen drei Monaten drei komplett unterschiedliche Stücke, die zusammengenommen den Abend bilden. Deshalb der Name: Three Faces – drei Gesichter.

In Person sind das Ricardo Fernando, Hagens Ballettchef, sowie Young Soon Hue-Simon und Henrique Talmah. Dem Gast aus Brasilien gehört der Vortritt: Hinter dem Titel „L.v.B. 721” verstecken sich die Initialen von Ludwig van Beethoven – die Zahlen stehen für seine Sinfonien. Talmah gestaltet seine Choreographie als Hommage an den Komponisten, natürlich zu dessen Musik. In fünf Abschnitten interpretiert er tänzerisch den „Sturm und Drang”. Ohne eine Geschichte zu erzählen.

Anders als bei „Glashaus”, dem Beitrag von Young Soon Hue-Simon. Zu unterschiedlicher Musik – von Johann Pachelbel, Leo Delibes, Georges Bizet und Karl Jenkins – lässt sie neun Erwachsene in die Vergangenheit blicken. Auf die Freude, die Wut, die Liebe und das Leid, das sie im Waisenhaus erfahren haben. „Es war unglaublich, mit dieser Kompanie zusammenzuarbeiten. Die Tänter geben 120 Prozent, sie sind eine Einheit. Das habe ich bisher bei wenigen Ensembles erlebt”, sagt die Choreographin.

Der letzte Teil des Abends gehört Ricardo Fernando – und dem Komponisten Bear McCreary. Eigens für den Ballettabend komponierte der Amerikaner „Prelude to War”, angelehnt an der Filmmusik von „Kampfstern Galactica”. Eine durchgehende Handlung sucht man aber vergebens. Vielmehr ist das Stück ein Zusammenspiel von Licht, 14 Tänzern, dem Philharmonischen Orchester (Leitung: Bernhard Steiner) und Taiko-Trommeln. Vielen Trommeln. „30 Schlaginstrumente stehen auf einem zwölf Meter langen Podest auf der Bühne”, erzählt Peer Palmowski, der bereits „Sweeney Todd” und „Ritter Blaubart” ausgestattet hat. Und: „In zwei Szenen macht das Ballett auch Musik – mit Schlagstöcken”, verrät er.

Für die Premiere am Samstag um 19.30 Uhr sind nur noch wenige Restkarten erhältlich, 02331/207-3218. Weitere Termine im März: 10., 17., 22. und 27. www.theater-hagen.de

Karolina Kasprzyk

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