Teurer Streit um Randstein

Dortmund..  Zehn Zentimeter können viel ausmachen. Zum Beispiel dann, wenn ein exakt so breiter Betonstreifen den eigenen Garten verschandelt. Für einen Anwohner war dieser zehn Zentimeter breite Betonstreifen Grund, vor Gericht zu ziehen. Genauer gesagt vor fünf Gerichte.

Konkret geht es darum, dass die Stadt Dortmund in den 1990er Jahren eine Straße ausgebaut hat, die an dem unbebauten Grundstück des 39-jährigen Rechtsanwaltes liegt. Unmittelbar an diese Grundstücksgrenze wurde ein Randstein gesetzt. Der wurde auf einer Länge von 60 Metern mit Stützen aus Beton befestigt.

Es ging um zehn Zentimeter

Dieser Betonstreifen ragt zehn Zentimeter weit in das Grundstück des Klägers. Der 39-Jährige forderte von der Stadt Dortmund eine Art Miete für die Betonstützen: 39,60 Euro pro Jahr. Andernfalls müssten die Stützen entfernt werden. Das hätte die Stadt knappe 15 000 Euro gekostet. Nachdem sich in den vergangenen sieben Jahren unter anderem bereits das Bundesverfassungsgericht und der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte mit dem Fall befasst hatten, schlossen Kläger und Stadt am Dienstag vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen einen Vergleich: Der Kläger erhält von der Stadt eine einmalige Zahlung von 594 Euro,