Tempo 30 durch Wehringhausen

Tempo 30 in der Eugen-Richter-Straße. Es ist wünschenswert, dass die gesamte Strecke der Buschey- und Eugen-Richter-Straße eine Tempo-30-Zone wird. Denn an diesen nur 1943 Metern Straße kommen mehrere ungünstige Umstände zusammen: sehr enge, dicht bewohnte Straßenschluchten, ein Krankenhaus und das Schulzentrum mit Kita. Schon im integrierten Handlungskonzept für diesen Stadtteil „Soziale Stadt“ steht der Vorschlag Tempo 30. Das mit gutem Grund, denn Wehringhausen, einst ein Kleinod Hagens mit besonderen Baudenkmälern, taumelt mit Leerstand und Verfall dem Niedergang entgegen. Darum wird derzeit mit Millionenzuschuss versucht, dem Stadtteil neue Lebensqualität einzuhauchen. Schade um die Steuermillionen, wenn sie geradezu mutwillig mit in das Wohngebiet gelegten Hauptverkehrsachsen konterkariert werden.

Volle schnurgerade Fahrt kann es in der überlasteten, engen Straße nie geben und dann auch kein l(i)ebenswertes Wehringhausen. Beides zusammen geht einfach nicht, und wer das will, bekommt am Ende nichts Gutes. Es ist zu hoffen, dass dem Stadtentwicklungsausschuss diese Gefahr deutlich ist und vielleicht stimmt er dann sogar der eigentlichen Forderung zu, die lauten muss: 30 auf dieser ganzen Strecke! Schluss mit der Raserei vorbei an tausenden Anwohnern. Dafür mehr Ruhe, weniger Abgas und mehr nachhaltige Lebensqualität in den Straßen.