„Technisch ist die Strecke sehr anspruchsvoll“

Maren Lutz aus Köln im neuen Wildwasserpark.
Maren Lutz aus Köln im neuen Wildwasserpark.
Foto: WP

Hohenlimburg..  Ganz so lange wie der Flughafen in Berlin hat das große Bauprojekt in Hohenlimburg unter der Stennertbrücke dann doch nicht gedauert. Am Wochenende gab Ralf Kriegel, Mitarbeiter des Service Zentrum Sport der Stadt Hagen, die Kanustrecke im Wildwasserpark frei.

Mit Zuschüssen von Bund und Land sowie der Stadt Hagen und einem Eigenanteil des Kanu-Clubs Hohenlimburg ist für 1,2 Millionen Euro eine hochmoderne Strecke entstanden. Mobile Hindernisse, eine hohe Fließgeschwindigkeit und Kehrwasser gestalten sie sehr anspruchsvoll.

Siegfried Schulte, Vorsitzender und Trainer des KC Hohenlimburg, war am Wochenende die Erleichterung anzusehen – schließlich stehen ab dem 26. Juni die deutschen Jugendmeisterschaften im Kanu-Slalom auf dem Terminplan. Zuletzt machten die Stahlplatten am Wehr, die für die Erhöhung des Wasserspiegels sorgen sollten, große Probleme. Sie hielten dem Wasserdruck nämlich nicht stand.

Die angepeilte Erhöhung des Wasserspiegels um 30 Zentimeter ist zwar noch nicht ganz erreicht, „aber es reicht schon aus, dass auf der Strecke eine sehr hohe Geschwindigkeit erreicht wird“, so Siegfried Schulte. Nicht nur die heimischen Athleten nutzten die Gunst der Stunde, um die Strecke zu testen. Auch Athleten aus Köln, Düsseldorf und Bad Kreuznach kamen zur Lenne.

Der Kanal ist sehr eng

Damian Schmitz war einer der ersten Sportler des KCH, der die Strecke testen durfte. „Das war schon eine Umstellung. Ich bin hier so lange gefahren und kannte jeden Stein. Da muss man sich erst daran gewöhnen“, sagte der Hohenlimburger.

„Der Kanal ist sehr eng, das Tempo hoch. Technisch ist die Strecke jetzt sehr anspruchsvoll“, so Damian Schmitz nach seiner ersten Fahrt. „Man muss fit sein, wenn man sie durchfahren möchte. Ich bin es definitiv noch nicht.“ Bis zu den German Masters am 10. Oktober wird der Kanut aber seinen Trainingsrückstand aufgeholt haben.

„Bis wir die optimalen Positionen der mobilen Hindernisse gefunden haben, wird es sicherlich noch ein halbes Jahr dauern“, meint Siegfried Schulte. Die „Obstacles“ verändern an vielen Stellen die Strömung. Bis die richtige Linie gefunden ist, müssen die Verantwortlichen des KCH immer wieder experimentieren.

Probleme bereitet an einigen Stellen noch das Kehrwasser – so bei einem Aufwärtstor kurz nach der Stennertbrücke. „Der Athlet kommt sehr nah ans Ufer und schrammt mit dem Boot möglicherweise über Steine“, erklärte Siegfried Schulte. Auch hier muss noch ein wenig getüftelt werden.

Die hohe Geschwindigkeit des Wassers lässt sich besonders im unteren Drittel beobachten. War das Wasser der Lenne dort zuvor ruhig und fast spiegelglatt, prägen jetzt auch diesen Teil Strömungswechsel und eine druckvolles Tempo. Bedenken, dass auf der Strecke mit dem engeren Kanal das Schlauchboot-Rafting nicht mehr stattfinden könne, räumt Siegfried Schulte aus. „Das geht auf jeden Fall.“

Diese Erfahrung werden bei der Eröffnungsveranstaltung zur deutschen Jugendmeisterschaft die Landesministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, Ute Schäfer, sowie Oberbürgermeister Erik O. Schulz machen. Sie haben ihr Erscheinen angekündigt.