Tankstelle bietet viel Platz für Laster

Die neue Tankstelle ist seit Montag in Betrieb.l
Die neue Tankstelle ist seit Montag in Betrieb.l
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die neue Total-Tankstelle auf dem ehemaligen Gelände der Spedition Lueg an der viel befahrenen Wandhofener Straße ist am Montag eröffnet worden.

Hagen-Bathey.. Die neue Total-Tankstelle auf dem ehemaligen Gelände der Spedition Lueg ist am Montag eröffnet worden. Auf dem großen Gelände an der viel befahrenen Wandhofener Straße kann neben diversen Super- und Dieselsorten auch Autogas getankt werden, zudem gibt es sieben Stellplätze für Lastwagen, die auf dem Areal auch ausreichend Platz zum Wenden finden.

Ursprünglich wollte die Hagener Projektentwicklung GmbH (Hapro), die das nahe der A 1 gelegene Grundstück 2009 in Folge der Insolvenz von Lueg erworben hatte, einen Autohof, auf den per Hinweisschild auf der Autobahn hingewiesen wird, errichten. Dagegen hatte sich Protest in Bathey formiert, die Anwohner fürchteten Verkehrslärm und Luftverschmutzung durch Abgase. Möglicherweise konnte das Unternehmen aber auch die für einen Autohof notwendige Größenordnung an Stellplätzen nicht nachweisen. Hapro-Geschäftsführer Sebastian Bender war gestern nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Auch im Hagener Rathaus ist derzeit nicht bekannt, was mit dem noch unbebauten Teil des einstigen Speditionsgeländes geschehen soll. Nach Auskunft von Baudezernent Thomas Grothe liegt derzeit kein Bauantrag vor. Er betonte jedoch, dass Einzelhandel an der Wandhofener Straße weder erwünscht noch erlaubt sei, lediglich Gewerbebetriebe dürften sich dort ansiedeln.

Kosten von 300.000 Euro

Die Wandhofener Straße wurde großzügig umgebaut, zwei Abbiegespuren und eine Ampelanlage regeln die Zufahrt zur Tankstelle. Für den Umbau musste die Hapro nach Informationen unserer Zeitung 300.000 Euro aufbringen. Etwa ein Drittel der Summe verlangte der Landesbetrieb Straßen NRW als Garantiesumme für den Betrieb und die Überwachung der Ampel in den nächsten 30 Jahren. Das ist nach Auskunft von Michael Overmeyer, Sprecher des Landesbetriebs, nicht ungewöhnlich. Wenn öffentlicher Verkehrsraum für privatwirtschaftliche Interessen umgebaut werde, müsse in der regel der Investor für die Kosten aufkommen. „Wer die Lichtzeichenanlage braucht, der muss sie auch bezahlen“, so Overmeyer.

Die alte Fußgängerampel in Höhe der Einfahrten zur Batheyer Straße und der Straße In der Krone wurde demontiert. Nach Intervention von Friedhelm Witte aus Boele ließ der Landesbetrieb zudem das Tempo-70-Schild auf der Wandhofener Straße entfernen. Die Verkehrsexperten gaben Witte Recht, denn gut 100 Meter weiter wird die Geschwindigkeit ohnehin auf 50 reduziert. „Und es macht ja keinen Sinn, die Autofahrer erst beschleunigen und dann sogleich wieder bremsen zu lassen.“

Doch dem stets mit wachen Augen durch seine Heimat radelnden Rentner ist noch ein weiterer Missstand aufgefallen. Am Ende des Fahrradwegs, der die Kabeler mit der Wandhofener Straße verbindet, ragt eine graue, auf dem Asphalt kaum zu erkennende Pollerbefestigung aus dem Boden auf. „Wer hier mit Schwung um die Ecke kommt, prallt dagegen und überschlägt sich“, so Witte. Der Landesbetrieb hat bereits versprochen, sich der Dinge anzunehmen.