SV 1910 muss von Beginn an wach sein

Hohenlimburg..  Eins steht fest – eine Zerreißprobe der Nervenstränge wie bei dem 2:1-Sieg gegen RW Hünsborn braucht der Trainerstab des Fußball-Landesligisten SV Hohenlimburg 1910 nicht jede Woche. „Eine halbe Stunde habe ich noch gebraucht, bis der Puls wieder ruhig geschlagen hat“, so Cheftrainer Roman Reichel. Am morgigen Sonntag trifft seine Elf auf VfL Bad Berleburg (15 Uhr, Sportplatz Stöppel).

„Wir haben in der zweiten Halbzeit viel Aufwand betrieben, um die Partie für uns zu entscheiden“, so Reichel in der Nachbetrachtung des Hünsborn-Spiels. Die Partie entschied zwar ein Eigentor, aber trotzdem war der Sieg verdient. „Wir sind gegen Olpe dreimal frei aufs Tor zugerannt. Da hat uns das Glück gefehlt. So etwas gleicht sich in der Saison aus, man muss sich das aber auch erarbeiten“, sagt Roman Reichel.

Der VfL Bad Berleburg ist eine Mannschaft, die von Kampf und Geschlossenheit lebt. Als Aufsteiger hat der VfL eine gute Hinrunde gespielt, jedoch zeigt die Fieberkurve jetzt nach unten. In der Vorwoche kassierte die Mannschaft von Trainer Andreas Edelmann eine 0:6-Klatsche bei Borussia Dröschede. „Das werden sie nicht auf sich sitzen lassen. Sie werden vor ihrem Heimpublikum zeigen wollen, dass sie mehr können“, warnt Roman Reichel.

Mit der Aufstellung muss er ein wenig improvisieren, Kai Forin und Saffet Davulcu sind nach der fünften gelben Karte gesperrt, Michel Amaral laboriert noch an seiner Verletzung. Mercan Türkyilmaz hat seine Sperre aber abgesessen – das Pokalspiel gegen TSG Sprockhövel hat auch als Pflichtspiel gezählt. „Jetzt sind eben andere Spieler gefordert, aber auch die genießen mein volles Vertrauen“, sagt Roman Reichel.

Eine Schüppe drauflegen brauchen die Zehner eigentlich nicht, müssen lediglich an die Leistungen der Vorwochen anknüpfen. „Wir müssen von der ersten Sekunde an hellwach sein. Wir wollen auf keinem Fall einem Rückstand hinterherlaufen“, fordert Roman Reichel. Im Hinspiel siegte der SV 1910 zwar mit 4:1, lag aber nach 16 Minuten mit 0:1 im Hintertreffen.