SV 10 darf am Wochenende nur zuschauen

Hohenlimburg..  Die Fußball-Landesliga geht auf die Zielgerade und spielt verrückt. Vor dem zweitletzten Spieltag können theoretisch noch vier Mannschaften absteigen und streiten sich ebenfalls vier Teams um die Vize-Meisterschaft, die ebenfalls zum direkten Aufstieg reicht.

Bitter für den SV Hohenlimburg 1910, der an diesem Tag zum Zuschauen verdonnert ist und auf Patzer der Konkurrenz hoffen muss. Die Zehner sind aktuell Tabellenzweiter, können aber morgen keine Punkte dazugewinnen.

Die besten Aussichten, vor dem Finale am 14. Juni den zweiten Platz zu erobern, hat wohl Borussia Dröschede, rangiert zwei Zähler hinter den Hohenlimburgern. Auf der Emst gibt morgen der SV Hüsten 09 seine Visitenkarte ab. Die Arnsberger haben nur noch theoretische Chancen auf den Ligaerhalt, haben sich laut Homepage schon fast mit dem Abstieg abgefunden. So sollte ein Dreier nur eine Formsache sein. Am letzten Spieltag müssen die Borussen beim ebenfalls abstiegsbedrohten SV Attendorn ran.

Attendorn vor Matchball

Und dieser will am Sonntag in Werdohl den nächsten Matchball im Kampf um den Klassenerhalt verwandeln. Vor dem „Endspiel” bei der FSV Werdohl hat SV 04-Trainer Lars Mebus alle möglichen Konstellationen durchgespielt. Seine Rechnung lautet: „Wir brauchen rechnerisch noch zwei Punkte, wegen der besseren Tordifferenz. Zwei Punkte in einem Spiel gibt es aber nicht. Deshalb müssen wir gewinnen, um es aus eigener Kraft zu schaffen.” Mebus warnt davor, sich auf Borussia Dröschede zu verlassen. Gewinnt Dröschede, ist Attendorn auch im Falle einer eigenen Niederlage in Werdohl gerettet. Aber Vorsicht: Der SSV Meschede hat sich vor zwei Wochen mit einem 1:4 auf eigenem Platz gegen Hüsten so gut wie aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet. „Wir wollen in Werdohl selbst etwas holen”, will sich Attendorns Trainer nicht von den anderen Ergebnissen abhängig machen. „Werdohl braucht noch einen Punkt, um endgültig gerettet zu sein“, weiß Lars Mebus.

Zweiter Konkurrent der Zehner um Platz zwei ist die SG Finnentrop/Bamenohl. Tim Schrage und Co. haben zwar nur einen Zähler Rückstand auf die Zehner, beim SSV Meschede morgen aber eine wesentlich schwerere Aufgabe vor der Brust. Auch die Spielgemeinschaft kann es sich nicht leisten, Punkte zu verlieren, muss ebenfalls gewinnen, die Chance auf den Westfalenliga-Aufstieg zu wahren. Am letzten Spieltag erwartet die SG Fin./Bam. zu Hause den FSV Werdohl, der an diesem Tag gerne alle Sorgen los sein möchte.

Drei Verteidiger fallen aus

Sollten Dröschede und Finnentrop ihre Partien an diesem Wochenende siegreich beenden, schwinden die Chancen für den SV Hohenlimburg 1910, der am 14. Juni zum SV Hüsten 09 fahren muss. Cheftrainer Roman Reichel muss an diesem Tag fast die komplette Abwehr ersetzen. Bastian Asmus und Phillip Winkler fallen verletzungsbedingt aus, Robin Tech ist nach der fünften gelben Karte gesperrt. Als etatmäßiger Verteidiger steht also nur Recep Nezir zur Verfügung.