Stripperin gibt Raub beim Professor in Hagen zu

Eine Stripperin hatte einem Professor der Fern-Uni in Hagen Geld geraubt, nachdem dieser es sich anders überlegt und sie abgewiesen hatte.
Eine Stripperin hatte einem Professor der Fern-Uni in Hagen Geld geraubt, nachdem dieser es sich anders überlegt und sie abgewiesen hatte.

Hagen.. Große Überraschung im Raub-Prozess gegen die selbsternannte Erotik-Akrobatin Evmorfia M. (32): Nach anfänglichem Leugnen präsentierte sich die Serienbetrügerin am zweiten Verhandlungstag vor dem Landgericht im Großen und Ganzen geständig. Jawohl, sie habe den armen Mathe-Professor von der Fernuni um Bargeld erleichtert! Dem Sinneswandel war ein Rechtsgespräch zwischen Kammer, Anklage und Verteidigung vorausgegangen.

Vier bis fünfeinhalb Jahre

Behauptete Evmorfia M. am Montag noch, das eigentliche Opfer dieser skurrilen Geschichte zwischen dem Fernuni-Akademiker und der Dienstleisterin zu sein, strafte sie ihre eigenen Worte gestern Lügen.

Im Falle einer umfassenden geständigen Einlassung, die sich im Wesentlichen mit den Angaben des geschädigten Professors deckte, stellte ihr das Gericht eine Strafe in Aussicht, die unter Einbeziehung älterer Urteile insgesamt zwischen vier und fünfeinhalb Jahren liegen könnte.

Keine Lust mehr

Evmorfia M. dachte nach, vergoss demonstrativ Tränen und legte dann die Karten auf den Tisch. Ihrer aktuellen Einlassung zufolge rief sie den Professor am Morgen des 25. Februar an und sprach ihn auf die Vereinbarung an, ihr nochmals finanziell zu helfen. Für 250 Euro wollte sie für ihn strippen - wie zuvor auch schon einmal.

Der Mann bestellte sie tatsächlich in sein Dienstzimmer in der Fernuni. Als sie mittags dort eintraf, erklärte er aber, jetzt habe er keine Lust mehr. Er gab ihr lediglich 30 Euro für das Taxi.

"Ich sagte ihm noch, dass er das bereuen würde“

Als sie das Geld eingesteckt hatte, fiel ihr Blick auf die Soft-Air-Pistole in ihrer Tasche. Sie richtete die Waffe auf den Professor. Es kam zum Gerangel. Schließlich fielen beide zu Boden. Bei der Gelegenheit ergatterte sie sein Portemonnaie und nahm die 250 Euro heraus.

„Dann bin ich abgehauen. Ich sagte ihm noch, dass er das bereuen würde.“ Aber: Sie habe ihn auf keinen Fall mit einem Hosengürtel gewürgt.

Der Prozess wird am Dienstag fortgesetzt und soll dann auch enden.