Story-Teller-Projekt für mehr Toleranz

Die Beteiligten des Story-Teller-Projektes präsentieren die Broschüre.
Die Beteiligten des Story-Teller-Projektes präsentieren die Broschüre.
Foto: privat

Hagen.. Mit ihrem Kulturfestival „Schwarz-Weiß-Bunt“ verfolgen die Organisatoren ein klares Ziel: Sie wollen Migranten Willkommen heißen in Hagen und diese animieren, sich hier einzubringen. Auch oder gerade im kulturellen Bereich. „Teilhabe an Kultur“ lautet das Stichwort, unterstreicht denn auch Astrid Knoche, Leiterin des Kulturbüros, das das Groß-Event auf die Beine stellt.

Von Freitag bis Sonntag, 12. bis 14. Juni, findet das interkulturelle Festival an verschiedenen Stätten – unter andrem im Kunstquartier, im Jugendzentrum Kultopia und in der Johanniskirche – statt.

Eröffnet wird das Fest am Freitag im Foyer und Auditorium des Kunstquartiers. Im Mittelpunkt des „Get together“ steht dann das Flüchtlingsprojekt „Story Teller“.

Zum Hintergrund: Im September 2014 wurde besagtes Hilfsprojekt von der Grafikerin Silke Pfeifer ins Leben gerufen und bis jetzt zusammen mit Kooperationspartnern wie Diakonie, Caritas und dem Quartiersmanagement Wehringhausen realisiert. Finanziell unterstützt wird das ehrenamtliche Projekt von „Soroptimist International Club Hagen“.

Buch soll Verständnis für Flüchtlinge fördern

Was sich hinter „Story Teller“ verbirgt? In Workshops kochen Zuwanderer mit Hagener Bürgern Gerichte aus ihren Heimatländern und erzählten parallel dazu ihre autobiografischen Geschichten. Lesungen, gemeinsame Kaffeerunden, Kinobesuche und Ausflüge unter dem Motto „Begegnungen entstehen“ begleiten die Aktion.

„Das Thema Flüchtlingspolitik und Willkommenskultur wird in unserem Projekt aus einer neuen Perspektive beleuchtet. Schließlich können Vorurteile am besten durch persönliche Begegnungen abgebaut werden“, erläutert Silke Pfeifer. „Über das Essen finden Menschen schnell zueinander. Und Sprach- und Kulturunterschiede können leichter überwunden werden.“

Das Projekt wurde dokumentiert: Es entstand ein Buch, das am Freitag beim Festival-Auftakt erstmals präsentiert wird. „Von Syrien über Rumänien bis nach Eritrea – das Buch soll auf eine kulinarische Welt- und Wissensreise einladen und Verständnis und Toleranz auf beiden Seiten fördern“, unterstreicht Silke Pfeifer.