„Stoapfälzer Spitzbuam“ empfangen die neue Majestäten

Breckerfeld..  Seit mehr als 300 Jahren ist ihr großes Fest dokumentiert. Ihr Bauernvogelschießen feiern die Bauernschützen der Landgemeinde Breckerfeld in diesem Jahr mit einem Festwochende vom 29. bis zum 31. Mai. Die organisatorischen Vorbereitungen dazu sind inzwischen abgeschlossen.

Die Zeltparty steigt am Freitag, 29. Mai, ab 20 Uhr im Festzelt am Marktplatz mit DJ Manuel. Das eigentliche Schießen findet am Samstag, 30. Mai, statt. Der Tag beginnt um 8 Uhr mit dem Antreten der Bauernschützen am Vereinslokal „Haus Mähler“ in der Denkmalstraße in ihren blauen Kitteln und roten Halstüchern, den bunt geschmückten Hülsenbusch als Gewehr geschultert. Angeführt von der Schützenkapelle Kreuzberg und den Vorreitern von König und Fähnrich sowie vom Hauptmann und seinem Adjudanten zu Pferde zieht der Festzug durch die Altstadt, um Bürgermeisters Klaus Baumann am Rathaus abzuholen. Dann folgt der lange Zug durch die Außenbereiche der Stadt. Zunächst wird Fähnrich Arnd Neuhaus in Epscheid abgeholt. Nach einer Stärkung mit Kaffee und Kuchen folgt der weite Weg zu König Dirk Abel in Holthausen.

Kurz ist danach der Weg zum Schießstand des Schützenvereins „Grüner Kranz“ am Dickenberg. Dort werden dann die neuen Majestäten des Jahres 2015 mit Schüssen auf die 10er Scheibe der 50-Meter-Schießbahn ermittelt. Am Abend beginnt um 20 Uhr der „Große Königsball“ (Einlass 19 Uhr) mit der bayerischen Kapelle „Stoapfälzer Spitzbuam“.

Zeltgottesdienst und Blasmusik

Der König erhält von seinem Vorgänger die alte Königskette, seine Königin das historische Diadem der Bauernschützen und der Fähnrich die Fahne des Traditionsvereins.

Zum Festabschluss trifft man sich am Sonntag, 31. Mai, um 10 Uhr zum Zeltgottesdienst, der anschließend in den zünftigen „Bayerischen Frühschoppen“ übergeht, den die „Stoapfälzer Spitzbuam“ musikalisch gestalten. Vor dem Festzelt gibt es für die Kinder unter anderem eine Hüpfburg.

Otmar Schnepper, seit dem Jahr 2000 Vorsitzender der Bauernschützen: „Wir freuen uns wie unsere Vorfahren wieder auf ein frohes Fest. So wie es aussieht, können auch die noch aktiven Bauern des Vereins in Ruhe feiern.“ Schnepper, selbst aktiver Milchbauer, geht davon aus, dass die Ernte des ersten Schnitts auf den Grünlandflächen bis zum großen Fest abgeschlossen ist.