Steinbruch-Erweiterung einstimmig genehmigt

Hohenlimburg..  Die Hohenlimburger Bezirksvertretung hat keine Bedenken gegen eine Erweiterung des Oeger Steinbruches bis an die Stadtgrenze zu Letmathe. Einstimmig folgte die Bezirksvertretung dem Beschlussvorschlag der Verwaltung. Im kommenden Monat befassen sich der Landschaftsbeirat, der Umwelt- und der Stadtentwicklungsausschuss mit diesem Thema.

Frank Schmidt (Bürger für Hohenlimburg), der am 20. April im Hagener Rathaus als einziger Hohenlimburger Bezirksvertreter am Erörterungstermin zur Steinbrucherweiterung teilgenommen hatte, führte aus, dass die dort vorgetragenen 33 Kritikpunkte an einer Erweiterung „zur Zufriedenheit abgearbeitet worden seien“. Schmidt gab jedoch zu bedenken, dass der Waldsaum an der Grenze zu Iserlohn entfernt werde. Deshalb regte er an, auf Iserlohner Gebiet neue Bäume anzupflanzen, um dadurch einen ähnlichen Waldsaum anzulegen. Das ist, so teilte Heinz-Jörg Gimpel (Untere Umweltschutzbehörde der Stadt Hagen) mit, nicht möglich. „Wir haben keinen Zugriff auf die Iserlohner Flächen. Der Eigentümer Rheinkalk möchte das nicht.“

Abbaufläche von fünf Hektar

Überraschend, dass es schwierig ist, in Hagen ausreichend Flächen für eine Ersatzbepflanzung zu finden. Hintergrund dafür ist der Waldreichtum an Volme und Lenne.

In unmittelbarer Nähe zur rund fünf Hektar großen Erweiterungsfläche werden die Hohenlimburger Kalkwerke Eichen und Buchen pflanzen. Aber nur, weil die dort stehenden Fichten gefällt werden.

In der Sitzung reagierte Dr. Christian Lange auf die von Reimund Lemberger, Anwohner der Lenneuferstraße, vorgebrachte Kritik der überhöhten Feinstaubbelastung für die Anwohner. Christian Lange verwies auf die erfolgten Messungen, die deutlich weniger Belastung gezeigt hätten, als zum Beispiel Standorte der Hagener Innenstadt. Gleichwohl versprach er, sich dieser Problematik anzunehmen.