Startschuss für die Herbstsaison
18.08.2008 | 17:05 Uhr 2008-08-18T17:05:00+0200Jammern um das fehlende Geld nützt ja nichts. Es müssen neue Ideen her und neue Geschäftswege erschlossen werden. So will sich der Hasper Hammer vorbereiten auf 2009, wenn die Stadt den Zuschuss um 10 Prozent senkt. Bevor der Einschnitt kommt, startet der Hammer jetzt in die Herbstsaison.
Mit einem Fest beendet der Hasper Hammer traditionell die sommerliche Spielzeitpause. Am Samstag, 30. August, wird dieses Mal gefeiert, los geht es um 14 Uhr.
„Das Hammerfest gestalten wir bewusst familiär”, sagt Geschäftsführer Dirk Klauke, der betont, dass sich auf dem Fest besonders die Kreativgruppen präsentieren werden, die das Kulturzentrum für ihre Arbeit nutzen. Die orientalischen Tanzgruppen treten beispielsweise auf, das Ensemble „Steps to” wird Ausschnitte aus seinem neuen Theaterstück zeigen, das Comedy-Duo „Les Dames” tritt in Aktion, genau wie Clowns und die Big Band des Christian-Rohlfs-Gymnasiums. Erstmals wird eine Tombola veranstaltet. „Es gibt tolle Preise, unter anderem ein Kinderfahrrad”, sagt Dirk Klauke. Zudem wird aus dem Märchen Hänsel und Gretel vorgelesen, das der Hammer als Märchen für die Weihnachtszeit inszeniert. Die Premiere ist am 6. Dezember um 16 Uhr.
Die Kleinkunst, das Steckenpferd des Hasper Hammers, hält dann ab dem 5. September Einzug. Lioba Albus ist im Hammer schon fast ein Stammgast, sie kommt als Mia Mittelkötter mit ihrem Programm „Mit heißem Herzen” in den Hammer (Beginn: 20 Uhr). Ein Wiedersehen gibt es ebenfalls mit Ken Bardowicks (13. September, 20 Uhr), mit der Opernkabarettistin Katharina Herb (19. September, 20 Uhr) und mit dem jungen Kabarettisten Daniel Reinsberg. „Bruder, was geht?” heißt sein Programm.
Etabliert auf Kabarettbühnen sind Arnulf Rating und Wilfried Schmickler. Rating liefert in seinem Programm „Schwester Hedwigs allerschwersten Fälle” bissiges politisches Kabarett am 25. September, 20 Uhr. Schmickler schaut am 27. November mit „Es war nicht alles schlecht” auf seine 30 Bühnenjahre zurück. Für seine Vorstellung sind allerdings nur noch wenige Karten erhältlich.
Außerdem gibt es im Hasper Hammer auch wieder Theateraufführungen: Die Würfelbühne zeigt das Drama „Hautnah” (6. September, 20 Uhr), das Wittener Brille-Theater zeigt ein Stück für Kinder (11. November), zudem inszeniert die Gruppe theaterspiel ein Jugendstück für Zivilcourage. Es wird unter anderem vom Land NRW gefördert.
Ein besonderer Programmhöhepunkt ist für Dirk Klauke der Auftritt der fünfköpfigen Cello-Mafia: Sie spielt im Rahmen des Krimi-Festivals „Mord am Hellweg” am 14. September im Hammer. Beginn: 20 Uhr. „Ein Programm rund um Mafia, Mord und Moneten”, wie Dirk Klauke sagt.
Um letztere geht es dem Geschäftsführer auch, wenn er an das Jahr 2009 denkt. Die Stadt Hagen kürzt dann den jährlichen Zuschuss an den Hammer wie auch die anderen Kulturzentren der Stadt um 10 Prozent. „Wir werden verstärkt Sponsoren ansprechen”, nennt Udo Schmalz aus dem Vorstand des Hasper Hammers eine Idee, wie das Kulturzentrum die fehlenden Mittel ausgleichen möchte, auch werden die Eintrittspreise leicht steigen. „Mehr als 15 Euro, bei großen Namen auch mal 18 Euro, werden wir nicht nehmen”, so Dirk Klauke. Als weitere Auswirkung des reduzierten Zuschusses werden wohl zwei oder drei Veranstaltungen weniger auf dem Programm stehen.
Weitere Informationen zum Programm und den Kreativangeboten im Internet unter http://www.hasperhammer.de.
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