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Stadt Hagen mahnt: „Betreten verboten“

23.02.2013 | 16:00 Uhr
Stadt Hagen mahnt: „Betreten verboten“
Die Anwohner der Mühlenteichstraße beklagen sich über den miserablen Zustand der ehemaligen Fabrikhallen vor ihrer Haustür. Im Hintergrund leuchtet das Dach der neuen Moschee im Licht der kalten Wintersonne.Foto: Volker Bremshey

Hohenlimburg. Die Anwohner der unteren Mühlenbergstraße sind empört. Das alt-ehrwürdige Fabrikgebäude vis-a-vis ist in einem jammervollen Zustand. Die Fenster sind ausgehöhlt und teilweise bereits mit Efeu bewachsen; von oben haben in diesem Endlos-Winter Eiszapfen die Länge von kleinen Stalaktiten der angrenzenden Höhlengebilde des Massenkalkgürtels erreicht.

Die Türen und Tore sind weit geöffnet, das Dach teilweise eingestürzt. In diesem Geistergebäude ist seit Jahren nicht mehr produziert worden.

Ein krasser Widerspruch zum majestätisch in der kalten morgendlichen Wintersonne glänzenden Daches der neuen Moschee, die keine einhundert Meter entfernt ein imposantes Bild abgibt.

Weil die ehemalige Fabrikationshalle immer mehr verfällt, haben sich die Anwohner bei der Stadt Hagen beschwert. Ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes ist deshalb bereits herausgefahren, um sich zu informieren. „Passiert ist aber nichts“, so eine Anruferin.

Das hat einen möglichen Grund. Zuständig ist nämlich das Bauordnungsamt. Doch die Mitarbeiter sind gegenwärtig von der Grippe „gebeutelt“, so dass diese erst in der kommenden Woche ausrücken werden. „Wir müssen uns dann informieren, wer der Grundstücksbesitzer ist und sehen, ob Gefahr droht, wenn der Zugang zur Halle für Unbefugte nicht gesperrt wird“, so Thomas Bleicher vom Presseamt der Stadt, der jedoch darauf aufmerksam machte, dass das Betreten solcher verwaister Gebäude generell verboten ist.

Von Volker Bremshey



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