Stadt Hagen fährt nicht zur Messe nach München

Das Foto stammt aus dem Jahre 2011 – damals beteiligte sich Hagen noch am Gemeinschaftsstand der Metropole Ruhr. Im Bild links: Michael Ellinghaus, heute Geschäftsführer der Hagen-Agentur.
Das Foto stammt aus dem Jahre 2011 – damals beteiligte sich Hagen noch am Gemeinschaftsstand der Metropole Ruhr. Im Bild links: Michael Ellinghaus, heute Geschäftsführer der Hagen-Agentur.
Foto: WR
Was wir bereits wissen
Die Stadt Hagen, genauer gesagt die Hagener Wirtschaftsförderung, wird sich in diesem Jahr nicht offiziell an der Expo Real beteiligen. Die größte Fachmesse für Immobilien und Investitionen in Europa findet auch in diesem Herbst wieder in München statt.

Hagen.. Die Stadt Hagen, genauer gesagt die Hagener Wirtschaftsförderung, wird sich in diesem Jahr nicht offiziell an der Expo Real beteiligen. Die größte Fachmesse für Immobilien und Investitionen in Europa findet auch in diesem Herbst wieder in München statt. Hagen nimmt aus Kostengründen nicht teil. „Von Anfang an stand fest, dass wir uns am Gemeinschaftsstand der Wirtschaftsförderung der Metropole Ruhr nur dann beteiligen, wenn eine 100-prozentige Refinanzierung der Kosten möglich ist“, erklärt Michael Ellinghaus, Geschäftsführer der Hagen-Agentur. Die städtische Tochter kümmert sich u.a. auch um die Förderung der Hagener Wirtschaft.

In früheren Jahren war Hagen personell stark vertreten auf der Messe in München, auf der sich Projektentwickler, Berater und Investoren zuhauf tummeln. Allerdings dockte man auch schon im vergangenen Jahr nicht am Gemeinschaftsstand der WFM an. „Einige meiner Mitarbeiter und ich sind zwar trotzdem zur Messe gefahren, hatten aber keine eigene Präsentationsfläche. Wir besuchten andere Stände und führten Gespräche irgendwo auf dem Gelände“, blickt Ellinghaus zurück.

Kleinere Unternehmen hatten Messe-Teilnahme zugesagt

In diesem Oktober sollte wieder ­alles anders werden: Unternehmen aus Hagen wurden animiert, sich an der Messe zu beteiligen – als Aussteller und Geldgeber. Für einen vierstelligen Betrag hätte man sich einen Platz am WFM-Stand gesichert. „Zwei bis drei“ kleinere Unternehmen hatten, bestätigt der Chef der Hagen-Agentur, ihre Teilnahme zugesagt. Doch potenzielle Großunternehmen (Ellinghaus: „Wir haben zehn bis zwölf Infragekommende angesprochen“) hätten kein Interesse an einer Messebeteiligung gezeigt, womit keine Refinanzierung der Kosten für die Stadt möglich sei.

Die drei Messe-Tage würde die Hagen-Agentur rund 25 000 Euro kosten. Der Betrag setzt sich aus Standgebühr, Übernachtungs-, Verpflegungs- und Fahrtkosten sowie Catering am Stand zusammen.

„Ich bedauere die Nicht-Teilnahme sehr, da ich die Expo Real auch aus Standortmarketing-Aspekten als gute Präsentationsfläche sehe. Die Chance, die Region Hagen lebenswert und wirtschaftlich interessant zu zeigen, geht verloren“, so Michael Ellinghaus.

Ganz wird Hagen der Messe jedoch nicht fern bleiben: „Wir werden mit maximal zwei Personen nach München fahren, dort einmal übernachten und Kontakte zu Investoren knüpfen und pflegen.“