Spuren des Yetis

Wir müssen an dieser Stelle vorsorglich warnen. Und zwar vor den übelriechenden Hinterlassenschaften eines womöglich furchterregenden Wesens, das sich rund um den Goldberg herumtreibt. Wer in den vergangenen Tagen mal vom Bismarckturm aus den Fußweg in Richtung Eilper Hangstieg erklommen hat, um den fantastischen Blick auf die Stadt zu genießen, ahnt bereits, was gemeint ist. Beim fesselnden Genuss des Panoramas müssen die Spaziergänger höllisch aufpassen, nicht in das Verdaute eines offenbar gewaltigen Wesens zu latschen.


Keine Bange, es geht nicht um Hundehalter-Schelte. Die Kot-Äpfel deuten eher auf ein Ross hin. Doch eine solch gewagte These löst ­immer wieder erboste Anrufe der Reiterzunft aus, die für sich kategorisch reklamiert, dass die moralische Erhabenheit der Pferdebesitzer-Seelen mindestens so edel ausfalle wie das Geblüt ihrer Tiere. Aber auch vom jüngsten Gastspiel des Zirkus Knie ist nicht überliefert, dass sich dort ein Dickhäuter in die Hagener Wälder abgesetzt habe. Und genau um diese animalische Liga muss es sich angesichts des fliegenlockenden Volumens handeln.


Bleibt also wieder mal bloß der naheliegende Verdacht, ein Yeti habe sich offenkundig aus dem Himalaya ins Sauerland verirrt. Was will man bei diesen einsamen Wesen schon an Kinderstube erwarten . . .