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Spritztour endet in einem Straßengraben in Jever

14.04.2010 | 15:17 Uhr
Spritztour endet in einem Straßengraben in Jever

Hagen. Gründonnerstag klaute ein junger Mann in Hagen ein Auto, tankte damit ohne zu bezahlen, fuhr ein Verkehrszeichen um und landete am Ende in einem Straßengraben in Norddeutschland. Und schwarzgefahren ist er auch noch.

Größerer Ärger kommt auf einen 20-jährigen Hagener zu, der sich am vergangenen Gründonnerstag in der Hagener Innenstadt bei einem Autohändler einen Pkw zeigen ließ und diesen dann in einem günstigen Augenblick entwendete. 

Bereits am 08.04. konnten die Fahnder der Hagener Kripo den Täter in der City festnehmen. Aufgrund der bisherigen Ermittlungen und den Aussagen des geständigen 20-Jährigen können diesem eine ganze Reihe von Straftaten zugeordnet werden.

In Eilpe getankt ohne zu bezahlen

Zunächst tankte der dreiste Dieb in Eilpe ohne zu bezahlen und machte dann einen Abstecher nach Hückeswagen. Hier beging er eine Unfallflucht, nachdem er ein Verkehrszeichen umgefahren hatte. Am Karfreitag startete er einen Osterausflug nach Aurich und nahm dabei seine 14-jährige Freundin mit.

In Jever stiegen noch drei Freunde zu und als der Tank mal wieder leer war, wurde erneut eine Tankstelle um die Begleichung der Rechnung geprellt. Vorsorglich verdeckte er dazu die Kennzeichen mit dem Schal seiner Freundin und "besorgte" sich anschließend in Aurich und Umgebung in James-Bond-Manier vier Wechselkennzeichen, die kurzerhand von parkenden Auto entwendet wurden.

Eigentlich wollten sie auch noch Rauschgift kaufen

Der Versuch, im hohen Norden bei einem lokalen Dealer etwas Rauschgift zu erwerben schlug nach seinen Angaben fehl, weil dieser sich so mit seinem eigenen Stoff zugedröhnt hatte, dass er nicht mehr geschäftsfähig war.

Am Ostersonntag endete die Spritztour in eine Straßengraben in Jever, den alle fünf Fahrzeuginsassen unverletzt überstanden, der Opel hatte allerdings nur noch Schrottwert. Zu Fuß trottete das Quintett zum nächsten Bahnhof und begab sich mit der Deutschen Bahn zurück in die Heimatorte - natürlich ohne zu bezahlen und nicht ohne von einem Kontrolleur erwischt zu werden, der sich die Personalien notierte und die Schwarzfahrten zur Anzeige brachte.

Und alles ohne Führerschein

Zwei der Kumpane aus Jever meldeten sich am Ostermontag bei der Polizei und machten erste zögerliche Angaben zu dem Tankbetrug, den Kennzeichendiebstählen und der Unfallflucht.

Zum Abschluss kam bei der Vernehmung des 20-Jährigen in Hagen heraus, dass dieser aus Kostengründen seine angefangenen Fahrstunden abgebrochen hatte und nicht im Besitz eines Führerscheins ist. Den wird er so schnell auch nicht bekommen, weitere Ermittlungen dauern an.

DerWesten

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Kommentare
16.04.2010
14:52
Blockierter Kommentar.
von volans | #2

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

14.04.2010
23:29
Spritztour endet in einem Straßengraben in Jever
von Augenverdreht | #1

Und darauf ein Jever.

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