Sprechdurchfall in der Schule
27.10.2008 | 18:43 Uhr 2008-10-27T18:43:00+0100Deutschunterricht einmal anders: Sebastian23, einer der bekanntesten und erfolgreichsten Poetry Slammer Deutschlands, führte 24 Schüler der 13. Klasse des Fichte-Gymnasiums in die Kunst des Dichterwettstreitens ein.
„Die Herzen öffnen in dieser kalten, kalten Jahreszeit” wollte Sebastian Rabsahl alias Sebastian23 mit der ersten Übung des Workshops: dem Sprechdurchfall. Die 24 Teilnehmer aus drei Deutschkursen des Fichte-Gymnasiums sollten drauf los plappern, ohne dabei eine Atempause einzulegen, aber: „Um Himmels willen aufhören, wenn ich ‚stopp' sage”, bat Sebastian23.
Die Stimmung während des Workshops war wichtig – genauso wie bei einem Poetry Slam. Sebastian23 ist schon seit sechs Jahren dabei, bei Gedichtwettbewerben, bei denen jeder Teilnehmer etwas Selbstgeschriebenes vorträgt. In denen geht es um eine möglichst unterhaltsame und gute Darbietung der eigenen Text innerhalb von fünf Minuten. Es muss nicht frei vorgetragen werden, aber die Ausdrucksstärke ist natürlich freihändig ganz anders.
Sebastian23 zeigte schon am Anfang des Workshops, wie wichtig Mimik und Gestik für einen Text sein können. Er selbst ist Vize-Weltmeister und leitet seit drei Jahren Workshops an Schulen und Universitäten.
Die Schülerin Victoria Pürschel war nach den ersten Übungen begeistert: „Es ist mal was Neues.” Die wenigsten Teilnehmer wussten vorher, was auf sie zukommt.
Es seien ein „paar coole Texte” während des Workshops entstanden, lobte Sebastian23. Der Workshop fand im Rahmen der Kinder- und Jugendbuchtage „Leselust” statt. Regulär buchen kann man den professionellen Poetry Slammer über das Kultursekretariat NRW.
Haben sich die Fichte-Schüler nach dem Workshop auf die Bühne getraut? Lesen Sie mehr zum Poetry Slam in der Pelmke: hier
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