Sportler vom kurzen Vorlauf überrascht

Elsey..  Das Thema „Flüchtlinge“ in der Regenbogenschule (diese Zeitung berichtete mehrfach) beschäftig derzeit auch die Hohenlimburger Sportlerinnen und Sportler, da die Turnhalle für die Vereine derzeit nicht zugänglich ist. Die sanitären Anlagen werden für die Flüchtlinge benötigt.

Sechs Vereine betroffen

Insgesamt sechs Hohenlimburger Vereine, die in der Turnhalle ihre Trainingszeiten haben, sind davon betroffen. Am Freitag hat die Stadt Hagen die Clubs entsprechend informiert. So beispielsweise auch die Gardetanz-Abteilung des Elseyer TV, die sowohl aktuell in der Karnevalszeit sowie auch im sportlichen Bereich Hochsaison hat.

Patrick Hofstadt, Trainer der ETV-Gardetanz-Abteilung, wurde von der sehr kurzen Vorlaufzeit überrascht. „Trotzdem! Die Flüchtlinge sind arme Menschen, denen unbedingt geholfen werden muss“, so der Übungsleiter. „Wir haben zurzeit so viele Termine, so dass ich mich noch nicht um eine alternative Trainingszeit bemühen konnte.“ So auch am heutigen Abend im St. Bonifatius in Haspe zum Abschluss der Karnevals-Session. Bis Ostern jedoch haben die Gardetänzer noch drei wichtige Pokalturniere. „Auf die Hochsaison haben wir monatelang hingearbeitet. Die Mädchen haben die Choreographien verinnerlicht und haben sich die notwendige Kondition erarbeitet. Daher müssen wir unbedingt wieder eine Trainingseinheit bekommen“, so Patrick Hofstadt. Bislang haben die Elseyer immer dienstags ab 17 Uhr in der Turnhalle am Katernberg trainiert. „Dass wir in dieser Woche nicht trainieren können ist kein Problem, da wir ja eh viele Termine haben“, so Patrick Hofstadt. Übrigens – am gestrigen Rosenmontag stand für den ETV kein Auftritt an. „Die Mädels sollen auch mal feiern“, so Hofstadt.

Pestalozzi- und Heidehalle

Die Stadt Hagen hat sich mittlerweile um einen alternativen Trainingsplan für den ETV und die anderen fünf Vereine bemüht. Das bestätigte Pressesprecher Karsten-Thilo Raab. „Eine Eins-zu-Eins-Umverteilung auf andere Hallen ist natürlich nicht möglich. Das heißt, die Trainingszeiten und –tage verschieben sich hier und da“ so Raab. „Gleichwohl konnten alle Trainingsgruppen umverteilt werden, ohne dass andere Vereine sich einschränken müssen.“

Die sechs Vereine dürfen ab sofort Trainingszeiten in der Turnhalle der Pestalozzi-Schule in Oege sowie in der Turnhalle an der Heideschule nutzen. Wie lange dieser Alternativplan greift, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht abzuschätzen.

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